07. April 2021 / 17:48 Uhr

Handball: Saison der Amateure in MV wegen Corona endgültig vorbei

Handball: Saison der Amateure in MV wegen Corona endgültig vorbei

Alexander Kruggel
Ostsee-Zeitung
Die Hallen bleiben vorerst leer: Die Amateur-Handballer werden hierzulande bis zum Ende der Saison keine Punktspiele mehr austragen.
Die Hallen bleiben vorerst leer: Die Amateur-Handballer werden hierzulande bis zum Ende der Saison keine Punktspiele mehr austragen. © Symbolbild, Sebastian Heger
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Nun ist es Gewissheit: Für die Amateur-Handballer aus MV ist die Saison gelaufen. Inzwischen haben sowohl der Handballverband Mecklenburg-Vorpommern als auch die Oberliga-Ostsee-Spree den Abbruch der Saison bekannt gegeben. Wie es für Aufstiegswillige Mannschaften weitergeht, ist teils noch unklar.

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Aus und vorbei! Für ausnahmslos alle Handball-Amateure in MV wurde der Spielbetrieb der laufenden Saison nun ohne weitere Punktspiele eingestellt. Nachdem im März bereits die drei Bezirkshandballverbände das coronabedingte Saison-Aus ihrer Ligen bekannt gaben, zog der Landesverband (HVMV) am Gründonnerstag nach. Auch für die Oberliga-Ostsee-Spree ist der Abbruch des Spielbetriebes fünf Monate nach den letzten Begegnungen inzwischen beschlossene Sache.

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HVMV-Präsident: Realität hat uns eingeholt

„Wir waren lange Zeit optimistisch und hatten gehofft, nach Ostern wieder Kontaktsport aufnehmen und dann die Hinrunde zu Ende spielen zu können. Doch die Realität hat uns eingeholt“, wird HVMV-Präsident Peter Rauch in einer Pressemitteilung des Verbands zitiert. Bereits am 1. April informierte dieser darüber, dass die Saison in der Landesliga der Frauen, in der Verbands- und in der MV-Liga der Männer sowie in den Jugendspielklassen ohne Wertung beendet wird. Absteiger soll es nicht geben, doch für Ausstiegsinteressenten aus den Bezirken werde es eine Lösung geben, heißt es seitens des Verbandes.

Oberliga steht ebenfalls still

Etwas kniffliger ist die Situation für die Aufstiegs-Aspiranten, die die vierte Liga im Blick haben. Auch für die Oberliga-Ostsee-Spree (OSS) wurde der Abbruch durch die Präsidien der beteiligten Landesverbände in MV, Brandenburg und Berlin sowie die Spielkommission inzwischen offiziell mitgeteilt. Absteiger soll es vorerst nicht geben. Aufstiege aus den drei Landesverbänden seien hingegen möglich. Laut HVMV-Vizepräsident Thomas Schweder hätten bei den Frauen derzeit nur die zweite Mannschaft des Rostocker HC ihr Interesse am Aufstieg bekundet. Bei den Männern haben mehrere Teams Ambitionen, würden sich aber derzeit alle noch bedeckt halten, so Schweder, der auch gleichzeitig der stellvertretende Vorsitzende der OSS-Spielkommission ist.

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Organisatoren mit Aufstiegs-Regelungen beschäftigt

Da allerdings nur eine Mannschaft pro Landesverband den Aufstieg angehen kann, könnten mehrere Interessenten die Planer vor Probleme stellen. Anders als nach der vergangenen Saison wurden bisher zu wenige Spiele ausgetragen, um die Quotientenregel anwenden zu können. Um den Aufsteiger sportlich zu ermitteln, müssten Aufstiegsspiele zwischen den jeweiligen Bewerbern her. Aufgrund der anhaltend kritischen Corona-Lage ist auch deren Austragung und die damit einhergehende Vorbereitung mit Mannschaftstraining zum jetzigen Zeitpunkt jedoch fraglich, sagt Schweder. Sollte kein sportlicher Vergleich möglich sein, müsse über den Aufsteiger am Grünen Tisch anhand der sportlichen Leistungen der letzten Jahre entschieden werden – so will es die Spielordnung.

Gewissheit über Liga-Konstellationen erst im Mai

Beinahe sicher scheint hingegen, dass die zur vergangenen Saison eingeführte Teilung der OSS in eine Nord- und eine Südstaffel auch in der nächsten Saison fortgeführt wird, da derzeit auch unklar ist, ob die Saison 2021/22 pünktlich anlaufen kann. Wie die Zusammensetzung der Ligen in Verantwortung der OSS und des HVMV dann aussehen könnte, steht frühestens am 15. Mai fest. Bis dahin müssen die Vereine die Meldungen für die Oberliga-Ostsee-Spree und die 3. Liga abgeben. Interesse an der 3. Liga hätten die Frauenteams der HSG Neukölln, des HV GW Werder und der Berliner TSC sowie die Männer des LHC Cottbus, wie die OSS-Leitung mitteilte. Für den Spielbetrieb unter Leitung des HVMV müssen die Vereine bereits bis zum Ende dieses Monats melden.