09. Juni 2019 / 16:56 Uhr

Handball-Bundesliga: SG Flensburg-Handewitt Deutscher Meister - Gummersbach abgestiegen

Handball-Bundesliga: SG Flensburg-Handewitt Deutscher Meister - Gummersbach abgestiegen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die SG Flensburg-Handewitt ist Deutscher Meister im Handball.
Die SG Flensburg-Handewitt ist Deutscher Meister im Handball. © imago images / nordpool
Anzeige

Nerven behalten, Meisterschaft gewonnen: Die SG Flensburg-Handewitt hat sich zum dritten Mal die Deutsche Meisterschaft gesichert. Mit einem Sieg beim Bergischen HC behauptete der Titelverteidiger seinen Vorsprung auf Verfolger THW Kiel. Der VfL Gummersbach ist dagegen nach 53 Jahren das erste Mal abgestiegen.

Anzeige
Anzeige

Die SG Flensburg-Handewitt hat es geschafft: Der Handball-Bundesligist sicherte sich am Pfingstsonntag mit einem 27:24 (13:8)-Sieg beim Bergischen HC den dritten deutschen Meistertitel nach 2004 und 2018. Der Titelverteidiger geriet im ISS-Dome von Düsseldorf jedoch auf den letzten Metern ins Wanken. Letztlich behielt er aber die Nerven und entschied das Fernduell mit dem Erzrivalen THW Kiel zu seinen Gunsten. „Ein Riesenkompliment an die Mannschaft“, sagte Uwe Schwenker, Präsident der Handball-Bundesliga, der gemeinsam mit HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann die Meisterschale überreichte.

Flensburg-Fans im Sonderzug nach Düsseldorf

Zeugnisse zur Handball-WM: Die deutsche Mannschaft in der Einzelkritik

Am Ende reichte es für die deutsche Mannschaft bei der Heim-WM nur zum vierten Platz. Doch Uwe Gensheimer, Andreas Wolff & Co. entfachten im ganzen Land eine Handball-Euphorie. Wie gut waren die deutschen Spieler wirklich? Das zeigt der <b>SPORT</b>BUZZER in der Gesamt-Einzelkritik. Zur Galerie
Am Ende reichte es für die deutsche Mannschaft bei der Heim-WM "nur" zum vierten Platz. Doch Uwe Gensheimer, Andreas Wolff & Co. entfachten im ganzen Land eine Handball-Euphorie. Wie gut waren die deutschen Spieler wirklich? Das zeigt der SPORTBUZZER in der Gesamt-Einzelkritik. ©
Anzeige

Schon früh zogen die Schleswig-Holsteiner davon. Vom 7:5 katapultierten sie sich binnen zehn Minuten auf 13:6. Doch der sicher geglaubte Meistertitel geriet noch einmal in Gefahr. Nach der Pause agierten die Gastgeber aggressiver und kamen bis auf ein Tor heran (23:24/56. Minute). Jim Gottfridsson (6) erzielte die meisten Tore beim Meister. Auf BHC-Seite traf Arnor Thor Gunnarsson (8) am häufigsten.

Rund 2500 SG-Fans waren mit einem Sonderzug und per Auto zur Partie nach Düsseldorf gereist, um die Krönung einer souveränen Saison mitzuerleben. Flensburgs Geschäftsführer Dierk Schmäschke versprach zur Halbzeit, dass Mannschaft und Fans beim Titelgewinn „in Flensburg alle Dächer abreißen“ werden. Der BHC, der sich mit einem Sieg die Chance auf einen internationalen Startplatz erhalten wollte, musste letztlich der Verletzensituation Tribut zollen und verpasste den EHF-Cup-Platz.

Gummersbach steigt erstmals ab

Bitter für Liga-Urgestein VfL Gummersbach: Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ist der Klub aus der Bundesliga abgestiegen - aufgrund einer kuriosen Konstellation. Gummersbach erreichte gegen den direkten Konkurrenten SG BBM Bietigheim nur ein Remis. Ein Ergebnis, durch das beide Teams abstiegen - weil Die Eulen Ludwigshafen ihr Heimspiel gegen Minden gewannen - und sich so noch retteten.

Für den einst erfolgreichsten Handballverein der Welt ist damit das schlimmste Szenario eingetreten. Zwölf deutsche Meisterschaften, fünf Pokalsiege und elf Europacup-Triumphe feierte der Club. 1983 gelang den Gummersbachern sogar das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Sieg im Europapokal der Landesmeister. In den vergangenen Jahren aber befand sich der VfL im Sinkflug und konnte sportlich wie wirtschaftlich nicht mehr mit den Topclubs mithalten.

Den bislang letzten seiner insgesamt elf Europacupsiege feierte Gummersbach im Jahr 2011, der letzte von zwölf Meistertiteln liegt weitere 20 Jahre zurück. In den beiden vergangenen Spielzeiten wurde der Ligaverbleib als Tabellen-15. nur mit Mühe gesichert. Am Sonntag half auch die Unterstützung von 450 Anhängern nicht, die in acht Bussen nach Bietigheim gereist waren.

„Es fällt schwer, mir die Bundesliga ohne den VfL vorzustellen“, sagte der frühere Gummersbacher Spieler und Trainer Heiner Brand. „Nicht nur mir, sondern vielen Menschen in der Region, denn der Verein gehört zu dieser Stadt.“

Melsungen und Berlin im EHF-Pokal

Die zwei vakanten Startplätze im EHF-Pokal neben dem Dritten SC Magdeburg und dem Vierten Rhein-Neckar Löwen sicherten sich die MT Melsungen durch ein 31:27 (16:13) gegen den TBV Lemgo Lippe und die Füchse Berlin trotz einer 25:27 (14:11)-Niederlage gegen die HSG Wetzlar.

ANZEIGE: 50% auf Trikotsatz + gratis Fußballtasche! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus aller Welt