04. Juni 2021 / 17:34 Uhr

Handball-Trainingsstart mit Wattestäbchen

Handball-Trainingsstart mit Wattestäbchen

Matthias Preß
Peiner Allgemeine Zeitung
Antreten zum Testen: Helferin Almuth Hansen dreht am Wattestäbchen.
Antreten zum Testen: Helferin Almuth Hansen dreht am Wattestäbchen. © Verein
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Was für eine Erlösung: Das erste gemeinsame Training nach dem Corona-Lockdown. Die Handballer des MTV Groß Lafferde nahmen dafür gern in Kauf, dass ihnen vorher ein Wattestäbchen in die Nase gesteckt wurde. „Das Testen werden wir beibehalten“, sagt Trainer Dennis Bühn.

Von der Zeit ohne Handball hatten die Spieler des MTV Groß Lafferde die Nase voll. Und so gab es erstmal Wattestäbchen in dieselbe. Vor dem ersten Training war der Coronatest Pflicht. Sechs Helferinnen hat der Verein, die sich als Testerinnen haben ausbilden lassen. Und auch, wenn das Prüfen vor dem Training inzwischen aufgrund der Inzidenzzahlen nicht mehr vorgeschrieben ist, will der MTV regelmäßig weiter untersuchen, ob eine Corona-Infektion vorliegt. „Das machen wir so lange, bis alle geimpft sind“, sagt Trainer Dennis Bühn.

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Seine Handballer machten die Prozedur beim Trainingsauftakt gerne mit. „Alle haben sich riesig gefreut, sich wiederzusehen“, sagt Bühn. Die Wartezeit beim Test wurde schonmal zum Austausch genutzt. „Wir hatten uns ja seit November nur noch online gesehen und nicht mehr alle getroffen.“

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Nach dem Aufwärmen war Start zum Fünf-Kilometer-Waldlauf auf Zeit. „Es war bei den Zeiten zu merken, dass viele aus Corona-Langeweile gelaufen waren. Es folgten Stabilisations-Übungen mit Co-Trainer Mathias Krause, Kräftigungs- und Wurfübungen. „Den Abschluss bildete das Kicken Jung gegen Alt, das die Alten 3:1 gewannen.“ Das Ergebnis des ersten Trainings: „Einige hatten Muskelkater.“

Vorerst belassen es die Lafferde bei zweimal Training pro Woche. Ende Juni startet dann die offizielle Saisonvorbereitung mit dreimaligem Training pro Woche bis Ende Juli, und dann geht es nach einwöchiger Pause mit viermal weiter bis zum Saisonstart am 18. oder 25. September.

„Es wurde jetzt höchste Zeit, dass sich die Jungs wiedersehen und gemeinsam trainieren. Eine Mannschaft, die keine Mannschaft sein darf – das ist blöd“, stellt Bühn fest.

Von Matthias Press