03. Dezember 2019 / 08:56 Uhr

Schnell wieder aufstehen: Recken wollen verhindern, dass die Stimmung kippt

Schnell wieder aufstehen: Recken wollen verhindern, dass die Stimmung kippt

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Timo Kastening und die Recken waren nach der Pleite in Leipzig am Boden, wollen sich aber schnell wieder aufrichten.
Timo Kastening und die Recken waren nach der Pleite in Leipzig am Boden, wollen sich aber schnell wieder aufrichten. © Christian Modla
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Zweimal in Folge hat die TSV Hannover-Burgdorf in der Handball-Bundesliga zuletzt verloren, gerade die Pleite in Leipzig schlug ins Kontor. Schon am Mittwoch geht es für die Recken weiter, Nationalspieler Timo Kastening will schnell "den Hebel umlegen".

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Den Recken-Handballern droht ein Klimawandel. Nach der 27:30-Bundesliga-Pleite in Leipzig könnte das Stimmungsbarometer umschlagen, es wird bereits deutlich kühler. Vor allem mit der Art des Auftritts haderte die TSV Hannover-Burgdorf, der war kraftlos und wenig kämpferisch. „Wir sind nicht der THW Kiel. Da gibt es schon mal zwei Niederlagen am Stück, das ist alles okay“, sagte Nationalspieler Timo Kastening. „Aber egal, ob du Erster, Dritter oder 18. bist, so darfst du dich einfach nicht präsentieren.“

Sehr still war es nach Abpfiff bei den Recken, die eine halbe Stunde später als geplant mit dem Bus aus Leipzig abfuhren. Der Schwede Alfred Jönsson war noch zur Dopingprobe, alles dauerte etwas länger. Auf der Autobahn schliefen viele Spieler, Kastening und Kapitän Fabian Böhm schauten auf dem Tablet aber noch gemeinsam eine Folge „Mindhunter“. Bei dieser amerikanischen Filmserie geht es um die Anfänge der Kriminalpsychologie.

Kastening: "Müssen den Hebel im Kopf finden"

Um mentale Fragen – allerdings auf sportlichem Parkett – geht es auch bei den hannoverschen Handballern. „Jeder muss für sich selbst den Hebel im Kopf finden und umlegen“, bekräftigt Kastening. „Und er muss dann anderen dabei helfen, das auch zu schaffen.“

"Spiel des Jahres" bei den Rhein-Neckar-Löwen

Das muss schnell gehen, das Pokal-Viertelfinalspiel bei den Rhein-Neckar Löwen steht schon am Mittwoch (20 Uhr, SAP-Arena) an. „Gefühlt ist es das Spiel des Jahres für uns. Wenn wir es wieder ins Final Four schaffen, wäre das echt der Wahnsinn“, bekräftigt Kastening, „aber in Mannheim sind wir der absolute Außenseiter.“ In der Liga hatten die Recken daheim ein 29:29 gegen die Löwen erkämpft, da war an der Einstellung noch nichts zu kritisieren. Im Gegenteil.

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"Wir sind gut beraten, schnell wieder Gas zu geben"

„Die Tendenz ist ein bisschen, dass wir nicht mehr alles auf dem Feld lassen. Das hat uns in dieser bisher sehr guten Saison aber ausgemacht“, sagt Sportchef Sven-Sören Christophersen. Sieben Spiele haben die Recken in diesem Jahr noch, Christophersen sprach von einem „bunten Dezember“, in dem die Mannschaft es viel besser machen könne.

Alles Kopfsache bei den Recken. „Wir können über einzelne Situationen diskutieren oder taktische Aspekte hervorholen. Oder wir werfen uns einfach voll rein im Eins-gegen-eins“, sagt der Sportchef. „Wir sind gut beraten, schnell wieder Gas zu geben.“

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