13. Januar 2021 / 16:40 Uhr

Auch Deutschland-Gegner Kap Verde von Corona betroffen - Niederlande halten sich als Nachrücker bereit

Auch Deutschland-Gegner Kap Verde von Corona betroffen - Niederlande halten sich als Nachrücker bereit

Jens Kürbis
Lübecker Nachrichten
Aufgrund der Corona-Fälle bei Kap Verde könnte die deutsche Nationalmannschaft in der Vorrunde auf einen anderen Gegner treffen.
Aufgrund der Corona-Fälle bei Kap Verde könnte die deutsche Nationalmannschaft in der Vorrunde auf einen anderen Gegner treffen. © Getty Images/imago images/AFLOSPORT
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Der deutsche Vorrundengegner Kap Verde muss aufgrund von Corona-Infektionen mit einer Rumpftruppe und ohne Trainer bei der Handball-WM antreten. Sollte sich die Lage zuspitzen, könnte auf das DHB-Team ein anderer Herausforderer warten. Die Niederlande halten sich als möglicher Nachrücker bereit.

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Noch vor dem Eröffnungsspiel zwischen Ägypten und Chile wird die Handball-WM von massiven Corona-Problemen überschattet. Am späten Dienstagabend hatte nach Tschechien auch der US-Verband ob 18 Infizierter im Trainingslager im dänischen Kolding die Reißleine gezogen und die Reise nach Kairo abgesagt. Neben Brasilien ist zudem der deutsche Vorrundengegner Kap Verde von Corona-Fällen betroffen. Ein Schnelltest im Trainingslager in Lissabon hatte in der Vorwoche 15 positive Fälle ergeben.

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"Davon wurden später sieben in einem PCR-Test bestätigt“, berichtet das Portal Expresso das Ilhas. Die Reise nach Ägypten hat der WM-Neuling dennoch angetreten – ohne sechs Spieler und vier Mitarbeiter, darunter der Cheftrainer, wie der Kapverdische Handballverband am Mittwoch vermeldete. "Trotz dieser enormen Verluste ist das Team zuversichtlich und verspricht, unser Land würdig und mit Stolz zu vertreten", heißt es in der Mitteilung weiter. Kap Verde soll nach seinem Auftaktspiel am Freitag gegen Ungarn am Sonntag auf Deutschland treffen.

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Der Weltverband IHF rechnet aber offenbar mit weiteren Absagen und hat mit den Niederlanden schon einen weiteren, potentiellen Nachrücker informiert. "Man hat uns Spielern mitgeteilt, dass wir damit rechnen müssen, noch kurzfristig zur WM zu fliegen. Wir mussten uns am Mittwochvormittag deshalb auch einem Corona-Test unterziehen. Jetzt sollen wir ausharren, sind quasi in einer Art Warteschleife", berichtete Nationalspieler Niels Versteijnen vom Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau. Für die USA war die Schweiz nachgerückt. Statt Tschechien geht Nordmazedonien an den Start.