17. Januar 2019 / 19:34 Uhr

Handball-WM: Deutschland feiert perfekten Vorrunden-Abschluss gegen Serbien

Handball-WM: Deutschland feiert perfekten Vorrunden-Abschluss gegen Serbien

Jens Kürbis
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Der deutsche Nationalspieler Matthias Musche gehörte zu den besten Akteuren beim Sieg gegen Serbien.
Der deutsche Nationalspieler Matthias Musche gehörte zu den besten Akteuren beim Sieg gegen Serbien. © imago/Agentur 54 Grad
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Mit dieser Leistung kann es für das Halbfinale reichen: Deutschland gewinnt das letzte Vorrunden-Spiel der Handball-WM souverän gegen Serbien. Beim 31:23 zeigte sich die deutsche Mannschaft deutlich verbessert. Der Sieg war nie in Gefahr.

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Mit einer Ehrenrunde, der Welle und einer Dankesrede von Käpitän Uwe Gensheimer an die Fans verabschiedeten sich Deutschlands Handballer aus Berlin – und mit einem 31:23 (16:12)-Sieg zum WM-Vorrunden-Finale gegen Serbien. „Das war eine richtig geile Stimmung. Berlin hat vorgelegt für Köln. Das ist ein richtiges Brett“, sagte Pa­trick Groetzki und blickte bereits auf die Hauptrunde: „Wir sind ungeschlagen, hatten Weltmeister Frankreich am Rande einer Niederlage. Wir fahren mit einem richtig geilen Gefühl nach Köln.“

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DHB-Vize Hanning: Platz zwei für Deutschland „wie gemalt“

Vor dem Spiel war klar, dass das Team von Bundestrainer Christian Prokop mit 3:1 Punkten in die Hauptrunde einziehen würde. Dafür hatte Brasilien gesorgt, das zuvor Korea mit 35:26 bezwungen und damit das dritte Köln-Ticket gebucht hatte. Blieb nur noch die Frage, ob das DHB-Team als Gruppenerster oder Gruppenzweiter weiterreisen würde. Frankreich konnte mit einem Sieg gegen Russland (bei Redaktionsschluss nicht beendet) noch am vorübergehenden Ersten Deutschland vorbeiziehen. Für DHB-Vizepräsident Bob Hanning wäre Platz zwei „wie gemalt. Dann starten wir am Sonnabend gegen den Gruppendritten aus München.“ Und das ist Island, das sich im entscheidenden Spiel gegen Mazedonien 24:22 durchsetzte und nun mit Kroatien und Spanien der nächste deutsche Gegner ist. Hanning: „Platz zwei wäre der perfekte Einstieg für Köln.“ Ein Pokerspiel? Mit einer (un)gewollten Niederlage gegen Serbien wäre Platz zwei manifestiert gewesen.

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Ein Gedankengang, der sich angesichts der Millionen an den TV-Bildschirmen und der 13.500 in der erneut ausverkauften Arena am Ostbahnhof verbot. Das „Freundschaftsspiel“, es wurde zur Frage der Ehre. Und die wurde schnell beantwortet. Auch wenn Prokop erstmals mit dem Leipziger Franz Semper im rechten Rückraum und dem Berliner Silvio Heinevetter im Tor begann, die Körpersprache in der Abwehr eine andere war, Pekeler und Co. nicht so giftig, so bissig zupackten wie gegen Frankreich, es auch 9:10 Minuten bis zur ersten Führung, dem 5:4 durch Patrick Wiencek, dauerte und der Lärmpegel etliche Dezibel niedriger war – abschenken würden die Deutschen diese Partie nie. Souverän in der Abwehr, mit einem guten Heinevetter zwischen den Pfosten (15 Paraden, 1 Tor), spielte sich das DHB-Team mit jeder Minute mehr frei. Kai Häfner verfolgte das Spielchen von der Tribüne aus. Prokop hatte den Hannoveraner nach der Verletzung von Steffen Weinhold (Adduktorenzerrung) nach Berlin geholt, doch der Europameister von 2016 bleibt in der Warteschleife.

Serbien stellt mit zunehmender Spieldauer den Dienst ein

Nach der Pause erhielt dann auch Patrick Groetzki, der Einzelkämpfer auf rechts außen, seine Pause. Da die Serben in der Defensive mit zunehmender Spieldauer den Dienst einstellten und Heinevetter seine Liebe zum parierten Ball intensivierte, wurde es Gute-Laune-Handball pur. Als Magdeburgs Musche, der Torschützenkönig der Bundesliga, 14 Minuten vor Schluss die Kugel zum 24:16 ins Netz wuchtete, war die Partie gelaufen. Der Rest war Schaulaufen, ein Warm-up für Köln, der, bis auf kleine Aussetzer und Nachlässigkeiten, Lust auf mehr macht. „Wir hatten nach der Pause einen kleinen Hänger, haben aber dann zum Glück die Kurve gekriegt“, sagte Groetzki und hatte noch die Abschiedsmelodie der 13.500 im Ohr: „Oh, wie ist das schön.“ In Köln kann es so weitergehen.

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