24. Januar 2019 / 10:06 Uhr

Island-Keeper Björgvin Gustavsson kritisiert Handball-WM: "Jeder Idiot sieht, was hier los ist"

Island-Keeper Björgvin Gustavsson kritisiert Handball-WM: "Jeder Idiot sieht, was hier los ist"

René Wenzel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Island-Keeper Björgvin Gustavsson ist verärgert über die Belastung bei der Handball-WM.
Island-Keeper Björgvin Gustavsson ist verärgert über die Belastung bei der Handball-WM. © dpa
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Björgvin Gustavsson kritisiert den Handball-Weltverband IHF und dessen Präsidenten Hassan Moustafa scharf. Der Torhüter der isländischen Nationalmannschaft beschwert sich über die zu hohe Belastung bei der Weltmeisterschaft und die Machtfülle von IHF-Chef Moustafa.

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Björgvin Pall Gustavsson fiel auf. Der isländische Handball-Nationaltorhüter trug bei der WM in Deutschland ein Shirt mit kurzen Ärmeln, wodurch seine volltätowierten Arme zu sehen waren. Die schulterlangen Haare fixierte er mit einem dünnen Stirnband. Auch neben der Platte sorgt er jetzt für Aufsehen. Der Ex-Keeper des SC Magdeburg und des Bergischen HC reagierte verärgert über die extreme Belastung bei der WM und die hohe Machtfülle von IHF-Präsident Hassan Moustafa.

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"Jeder Idiot sieht, was hier los ist. Der Handball sollte mehr genossen werden und ich verspreche, der Handball wird hier momentan in Deutschland nicht genossen. In jeder Mannschaft weinen sie darüber. Das ist jedes Jahr der gleiche Scheiß", sagte der 33-Jährige im Handball-Podcast Kreis Ab.

Als Beispiel nannte er die vielen Verletzungen bei der WM. So mussten bereits Deutschlands Nationalspieler Martin Strobel mit einer schweren Knie-Verletzung, Dänemarks Nationalspieler René Toft Hansen mit Leistenproblemen und auch Spanien-Star Alex Dujshebaev mit einer Knieblessur die WM vorzeitig beenden.

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Schuld an dieser Belastung sei laut Gustavsson IHF-Präsident Moustafa, der seit 2000 dieses Amt bekleidet. "Moustafa hat das letzte Wort. Es gibt nur ein Wort und das ist sein Wort. Es spielt keine Rolle, was wir anderen machen", sagte der Island-Keeper.

Gustavsson absolvierte mit seinem Team am Mittwochabend das letzte WM-Spiel. Gegen das Überraschungsteam Brasilien unterlagen die Isländer trotz einer starken Aufholjagd mit 29:32.

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