24. Januar 2019 / 11:30 Uhr

Handball-WM: So stark ist Deutschland-Gegner Norwegen

Handball-WM: So stark ist Deutschland-Gegner Norwegen

Jens Kürbis
Lübecker Nachrichten
Treffen in Hamburg aufeinander: Deutschlands Patrick Wiencek und Norwegen-Star Sander Sagosen.
Treffen in Hamburg aufeinander: Deutschlands Patrick Wiencek und Norwegen-Star Sander Sagosen. © dpa/imago/Montage
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Die Handball-WM geht in die entscheidende Phase - und die deutsche Mannschaft ist dabei. Die bisher so erfolgreiche Reise soll nun auch ins Endspiel nach Herning führen. Dazu muss gegen Norwegen in Hamburg erneut eine Bravourleistung her.

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Das Märchen geht immer weiter. Ungeschlagen ziehen Deutschlands Handballer von Köln nach Hamburg um. Und im Halbfinale der Heim-WM wartet jetzt am Freitag Norwegen (20.30 Uhr/).

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Das ist Deutschlands Gegner

Der Halbfinaleinzug: Norwegen zieht als Hauptrundenzweiter ins Halbfinale ein, kassierte im Turnierverlauf nur eine Niederlage – in der Vorrunde (26:30 gegen Dänemark). Entscheidend für das Weiterkommen war der 30:27-Sieg in der Hauptrunde gegen Schweden. Flensburgs Außen Magnus Jöndal traf in der Partie elfmal.

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Der Rückblick

2016 standen sich Norwegen und Deutschland im EM-Halbfinale in Krakau gegenüber. Es war ein Krimi, den das DHB-Team mit 34:33 nach Verlängerung gewann. Der Kieler Rune Dahmke rettete die deutsche Mannschaft in die Verlängerung, glich 15 Sekunde vor dem Abpfiff aus. Auch in der Verlängerung hatte Deutschland den letzten Angriff. Kai Häfner traf. Es war das Tor zum Finale.

Der Superstar

Sander Sagosen, Spielmacher, 23 Jahre alt, verdient sein Geld bei Paris Saint-Germain, dem Klub von Uwe Gensheimer. Bundestrainer Christian Prokop sagt über ihn: „Ein absoluter Weltstar, der Klasse-Entscheidungen trifft und selbst Torgefahr ausstrahlt.“ Bisher traf er im Turnierverlauf 42 Mal (71 Würfe).

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Uwe Gensheimer, Andreas Wolff und Silvio Heinevetter gehören zu den Topverdienern der deutschen Handball-Mannschaft. Der SPORTBUZZER zeigt die Gehälter der DHB-Stars. ©

Der Trainer

Der Aufschwung des norwegischen Handballs ist mit dem Namen Christian Berge verbunden. Seit 2014 ist er Chefcoach, wurde mit dem Team EM-Vierter 2016 und WM-Zweiter 2017. „Mein größter Traum ist es, bei einer großen Meisterschaft Gold zu gewinnen“, sagt Berge. Auch ihn kennt man aus der Bundesliga. Er war von 1999 bis 2006 Spielmacher der SG Flensburg-Handewitt. In der Zeit überwand er einen Schicksalsschlag: Er kehrte nach einer Krebs-Erkrankung im Dezember 2005 aufs Parkett zurück, beendete aber zwei Jahre später seine Karriere.

Der Topscorer

Magnus Jöndal ist mit 46 Treffern (51 Würfe/90 Prozent) der Top-Torschütze, verwandelte dabei 14 von 15 Siebenmetern. Der 30 Jahre alte Linksaußen spielt in der Bundesliga bei der SG Flensburg-Handewitt.

Das Team

Norwegen spielt bedingungslosen Tempo-Handball. Elf Spieler aus dem 18er Kader verdienen in der Bundesliga ihre Brötchen. Auch zwischen den Pfosten sind die Norweger mit Flensburgs Keeper Torbjorn Bergerud und Mindens Espen Christensen mit zwei Bundesliga-Spielern aufgestellt. DHB-Vize Bob Hanning sagt über Norwegen: „Die sind extrem schnell, unglaublich gut auf den Beinen. Wir müssen sie in der Abwehr doppeln, dürfen sie nicht in die Nahwurfzone reinlassen. Wir müssen das Thema wie eine Wand gemeinsam lösen, ihnen ihre Schnelligkeit nehmen und einen überragenden Rückzug nehmen. Wenn uns das gelingt, kann uns Norwegen nicht aufhalten.“

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