19. Januar 2020 / 19:57 Uhr

Handballer des SC DHfK Leipzig gewinnen Peugeot-Cup in Dessau

Handballer des SC DHfK Leipzig gewinnen Peugeot-Cup in Dessau

Christian Dittmar
Leipziger Volkszeitung
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Luca Witzke (mi.) verhalf seinem Team mit sechs Treffern im Finale gegen Lemgo zum Turniersieg. © Karsten Mann
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Das Haber-Team setzt sich im Finale gegen Lemgo durch. Manager Günther reist am Montag mit Sponsoren zur EM nach Wien.

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Der SC DHfK kommt in der Vorbereitung auf die mit einer Heimpartie gegen den HC Erlangen (2. Februar) beginnende Restrückrunde immer mehr ins Rollen. Nach dem 28:26 im Test gegen Zweitlist TuS N-Lübbecke konnten die Jungs von Trainer André Haber auch den traditionsreichen Peugeot-Cup in der Dessauer Anhalt-Arena am Sonntag für sich entscheiden – und das ohne die fünf Nationalspieler, die aktuell bei der EM in Österreich, Norwegen und Schweden für ihre Nationaltmannschaften im Einsatz sind.

Bei der 21. Ausgabe des Dessauer Turniers trafen die Leipziger zu Beginn auf Gastgeber Dessau-Roßlauer HV, der mittlerweile nur noch in der 3. Liga spielt. Gegen die Sachsen-Anhalter vom ehemaligen DHfK-Trainer Uwe Jungandreas gewann der Erstligist nach zwei mal 15 Minuten mit 16:13. Ein deutlich härteres Kaliber war dann schon im zweiten Spiel Talent M.A.T Pilsen. Aber auch gegen den amtierenden tschechischen Meister gab es einen Sieg: 17:14.

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DEr SC DHfK Leipzig gewinnt den Peugeot-Cup. Nach Siegen gegen den Dessau-Roßlauer HV und Pilsen setzten sich die Leipziger im Finale mit 16:14 gegen den TBV Lemgo durch. Zur Galerie
DEr SC DHfK Leipzig gewinnt den Peugeot-Cup. Nach Siegen gegen den Dessau-Roßlauer HV und Pilsen setzten sich die Leipziger im Finale mit 16:14 gegen den TBV Lemgo durch. © Karsten Mann

Witzke überzeugt

So erreichten die Grün-Weißen schließlich das Finale gegen den Bundesliga-Konkurrenten TBV Lemgo Lippe. Am Ende hieß es dort 16:14 für die Leipziger, denen Haber für das gesamte Turnier „eine gute Einstellung“ attestierte. Laut dem Coach war es eine Sondersituation mit fünf Spielern aus der U23, die ihren Job aber auch gut gemacht hätten. „Im Finale haben wir dann wirklich gewollt, das Turnier zu gewinnen“, resümierte Haber.

Gegen Lemgo spielte Luca Witzke groß auf und kam auf sechs Tore. Fast wäre der Youngster auch bei der EM dabei gewesen, wurde aber letztlich nicht in den 16er Kader von Bundestrainer Christian Prokop berufen. So konnte Witzke doch in Dessau antreten und verpasste das dramatische 24:25 der DHB-Auswahl gegen Kroatien am späten Sonnabend.

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Günther in Wien

DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther verfolgte das Match vor dem heimischen Fernseher und litt vor allem mit seinem Spieler Philipp Weber. Der Leipziger Rückraumwerfer machte zwar eine tolle Partie und kam auf vier Treffer, die knappe Niederlage konnte aber auch er nicht verhindern. Immerhin war mit Marko Mamic ein Grün-Weißer am Samstagabend unter den Siegern, auch wenn der kroatische Rückraumstar keine solchen Akzente setzen konnte wie Weber auf der anderen Seite. So hatte auch Günther ein wenig Grund zur Freude – letztlich hatte er aber doch klar zur deutschen Mannschaft gehalten, die mit Prokop von einem ehemaligen Leipziger Coach trainiert wird.

Montagabend wird Günther dann auch vor Ort in Wien sein und sich das Duell der DHB-Auswahl gegen Österreich anschauen. Mit Raul Santos spielt erneut ein DHfKler gegen Deutschland und könnte dem Gastgeber dabei helfen, das Prestigespiel gegen den großen Nachbarn für sich zu entscheiden. Für die Deutschen liegen dabei die Chancen auf ein Weiterkommen ins EM-Halbfinale im Promillebereich, weshalb Prokop die Partie schon zum ultimativen Charaktertest ausgerufen hat.