05. Juli 2020 / 15:04 Uhr

Handballregion Hannover wächst Corona zum Trotz

Handballregion Hannover wächst Corona zum Trotz

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
88 Vereine, 893 Mannschaften, eine Region: Die hannoverschen Handballer haben wieder eine Perspektive.
88 Vereine, 893 Mannschaften, eine Region: Die hannoverschen Handballer haben wieder eine Perspektive. © privat
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Die Handballer aus und um Hannover können frohen Mutes in die Zukunft blicken, der Corona-Pandemie zum Trotz: Die Handballregion wächst, am 6. September gibt es einen entscheidenden außerordentlichen Regionstag und, wohl am wichtigsten, es gibt einen Termin für den Saisonstart.

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In diesen Zeiten geht es um die Perspektive und die konnte die Handballregion Hannover ihren 88 Vereinen bei einem Treffen im virtuellen Raum aufzeigen. Am 31. Oktober und 1. November, dem ersten Wochenende nach den Herbstferien, soll der Startschuss für die Saison 2020/2021 fallen.

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"Das Risiko wollten wir gar nicht erst eingehen"

Die 893 Mannschaften werden in allen Altersklassen maximal in 10er-Staffel eingeteilt. Normalerweise wäre die Saison am 5. September losgegangen, "doch das wäre illusorisch gewesen", sagt Andreas Multhaupt, Vorsitzender der Handballregion. "Das Risiko wollten wir gar nicht erst eingehen."

Und da sie auch in Zukunft von der Entwicklung der Corona-Pandemie abhängig sind und "an der Brust der Politik hängen" (Multhaupt) haben sie sich Alternativen überlegt.

Bilder von der Verabschiedung der Recken Morten Olsen, Timo Kastening, Joshua Thiele, Mait Patrail und Cristian Ugalde auf dem Schützenplatz in Hannover

Verabschiedung des scheidenden Recken-Quintetts Morten Olsen, Timo Kastening, Joshua Thiele, Mait Patrail und Cristian Ugalde auf dem Schützenplatz in Hannover. Zur Galerie
Verabschiedung des scheidenden Recken-Quintetts Morten Olsen, Timo Kastening, Joshua Thiele, Mait Patrail und Cristian Ugalde auf dem Schützenplatz in Hannover. © Florian Petrow

Sollte die Saison erst am 16. Januar starten können, wird, statt bis zum 25. April bis zum 20. Juni gespielt. Sollte der Start noch weiter nach hinten verschoben werden müssen, soll es eine einfache Runde geben. Der Spielbetrieb soll nicht wieder aufgenommen werden, wenn er nicht vor den Osterferien (27. März bis 11. April) gestartet werden kann.

"Es ist eben nicht vorbei"

Aber davon gehen sie nicht, zumal mit dem ab dem 6. Juli erlaubten Vollkontakttraining der nächste Schritt gemacht worden ist. "Wir wollten den Vereinen ein positives Signal, Planungssicherheit geben", sagt Multhaupt. "Es ist eben nicht vorbei, der Sport, den wir alle so lieben, geht weiter."

Davon sind offensichtlich auch die Vereine überzeugt: Im Vergleich zur Mitte März abgebrochenen Saison gibt es nun 37 Mannschaften mehr. "Die einzige Erklärung, die ich dafür habe, ist dass sich die Vereine in dieser Zeit intensiv um ihre Mitglieder gekümmert haben. Und dass wir wieder in die Hallen dürfen, hat viel geholfen", sagt Multhaupt.

Mehr aus der Region

Mehr als eine Randnotiz: Seit fünf Jahren machen die Handballregionen Hannover und Weser Schaumburg Leine (WSL) im Spielbetrieb gemeinsame Sache. Am 6. September werden sie auf einem außerordentlichen Regionstag auch verwaltungstechnisch zusammengeführt, wird es nur noch eine Handballregion geben.

Multhaupt rückt ins zweite Glied

Es wird einen neuen Namen geben, eine neue Satzung - und einen neuen Vorstand: Multhaupt rückt ins zweite Glied, für den Vorsitz kandidiert einzig WSL-Vorsitzender Sven Petters (Hohenhameln).

Sollte der Regionstag Anfang September noch nicht als Präsenzveranstaltung im Bürgerhaus Misburg über die Bühne gehen können, wird er verschoben.