22. Dezember 2017 / 13:07 Uhr

Handfester Krach auf der Weihnachtsfeier: Spieler verlassen TSV Schilksee

Handfester Krach auf der Weihnachtsfeier: Spieler verlassen TSV Schilksee

Reinhard Gusner
Kieler Nachrichten
Robin Schubert (hier in der Partie gegen Holstein II) will nicht mehr für Schilksee auflaufen. Schubert wird mit dem Verbandsligisten SVE Comet in Verbindung gebracht.; rechts KSV-II-Torhüter Malte Schuchardt, links Arne Sicker.
Robin Schubert (hier in der Partie gegen Holstein II) will nicht mehr für Schilksee auflaufen. Schubert wird mit dem Verbandsligisten SVE Comet in Verbindung gebracht.; rechts KSV-II-Torhüter Malte Schuchardt, links Arne Sicker. © Paesler
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Nach einer turbulenten Weihnachtsfeier ist nicht nur für Marcel Vones das Kapitel TSVS beendet.

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Vor einem Jahr geriet der TSV Schilksee vor der Winterpause wegen des mysteriösen Abtauchens des damaligen Managers Bodo Schild und der wirtschaftlichen Auswirkungen landesweit in die Schlagzeilen. Manchmal wiederholt sich Geschichte: Auch diesmal kracht es gewaltig beim Fußball-Oberligisten, bei dem statt festlicher Stimmung auf der Weihnachtsfeier offenbar handfest die unterschiedlichen Meinungen hitzig ausgetauscht wurden. Mit Konsequenzen: Einige Spieler haben gekündigt und wollen nicht mehr für den Verein auflaufen.

Dabei hatte Fußball-Abteilungsleiter Marco Hinz kurz vor der Weihnachtsfeier in einem Interview noch gesprochen von „kleinen Wehwehchen, die es in jedem Verein gebe“. Die müssen einigen Spielern des Tabellenzehnten) allerdings so weh getan haben, dass sie nun abwandern. „Es ist etwas auf der Weihnachtsfeier vorgefallen“, bestätigt Marcel Vones, ohne aber auf Details eingehen zu wollen, und ergänzt nach fünfeinhalb Jahren in der TSVS-Liga: „Ich bin ein Schilkseer Jung, für mich ist das Kapitel hier aber vorbei.“ Zu welchem Klub er wechselt, ist noch offen: „Ich bin in Gesprächen.“

Auch der 24-jährige Robin Schubert, dem ein angeblicher Rauswurf von der Weihnachtsfeier nachgesagt wurde, räumt ein: „Es gab Vorfälle, die ich öffentlich nicht weiter kommentieren möchte, da sie noch nicht abschließend geregelt sind. Für mich steht aber fest, dass ich nicht mehr für den TSV Schilksee spielen werde.“ Ob es den einen zum VfR Neumünster und den anderen zum SVE Comet Kiel zieht, bleibt abzuwarten.

Marco Hinz war für eine Stellungnahme zu den Auflösungserscheinungen in seiner Abteilung nicht zu erreichen. Liga-Manager Rainer Kobarg bestätigte den Eingang weiterer Kündigungen von Spielern: „Einige wollen gehen. Wir ziehen unsere Arbeit aber weiter durch, lassen uns nicht verrückt machen und werden uns in Ruhe nach neuen Spielern umsehen.“

Auch für Benedict Klimmek stehen die Zeichen auf Abschied vom TSV Schilksee.
Auch für Benedict Klimmek stehen die Zeichen auf Abschied vom TSV Schilksee. © Gusner
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Außer Marcel Vones und Robin Schubert wollen dem Vernehmen nach auch Benedict Klimmek und Torge Hansen ihre Zelte in Schilksee abbrechen. Ob das auch für Keeper Sven Steingräber gilt wegen des angeblich bevorstehenden Zugangs von Bernd Ewers (Inter Türkspor Kiel), ist noch offen. Aufhören werden „auf jeden Fall“ (so Kobarg) die aus dem nordfriesischen Löwenstedt gekommenen Sven Nielsen und Jan-Eric Lorenzen, die vom Geldgeber Volker Koppelt finanziert wurden.

Ohnehin reißen die Spekulationen um eine weitere finanzielle Beteiligung in Schilksee von Sponsor Koppelt, der ebenfalls für ein Statement nicht erreichbar war, nicht ab. Koppelt, bei Spielen in Schilksee nie persönlich gesichtet, lotste bereits im September den von Schleswig 06 gekommenen Alexander Zeh zum Nord-Verbandsliga-Spitzenreiter TuS Collegia Jübek weg. Schon ein Anzeichen für das Ende der Ära Koppelt in Schilksee? „Mit Koppelt rechnen wir nicht mehr“, ist für Rainer Kobarg dieses Kapitel offenbar beendet.

Fazit: Die Liga des TSV Schilksee befindet sich ganz offensichtlich alles andere als in ruhigem Fahrwasser. Auf der Weihnachtsfeier brannte tatsächlich der Baum, wenn auch mit sicherlich unerwünschten Knalleffekten.

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