15. Oktober 2020 / 16:17 Uhr

96-Kommentar: Welche Art Typ ist Falette – und bringt er ein Problem mit?

96-Kommentar: Welche Art Typ ist Falette – und bringt er ein Problem mit?

Uwe von Holt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Simon Falette hatte viele Typen als Vorgänger bei Hannover 96.
Simon Falette hatte viele "Typen" als Vorgänger bei Hannover 96. © Madsack-Archiv/Hannover 96/SPORTBUZZER
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Richtige Typen machen auf dem Fußballplatz den Unterschied aus. Neuzugang Falette dürfte bei Hannover 96 zum echten Härtetyp werden – der nur ein einziges Problem mitbringen könnte. Ein Kommentar von Uwe von Holt.

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Mit den Typen in einer Fußballmannschaft ist das so eine Sache. Trainer, Manager, Mitspieler und Fans wünschen sich den besonderen Profi in ihrer Mannschaft, sportlich hat sich dafür zuletzt die Wortschöpfung „Unterschiedsspieler“ auch in Hannover durchgesetzt.

Den Unterschied sollen Typen aber nicht nur durch präzise Pässe, zuverlässige Zweikämpfe und listige Laufwege ausmachen, sondern vor allem mit einem mitreißenden Charakter.

Die unterschiedlichen 96-Typen

Auf dem Platz sollten Typen unberechenbar sein, wie damals Jiri Stajner, technisch verzaubert wie Jan Simak oder grätschenartig gefürchtet wie Altin Lala – sie müssen auf jeden Fall deutlich mehr können als etwa der haarige Typ Abel Xavier, der seinerzeit nur eine putzige Frisur als Leistungsnachweis zu bieten hatte. Der Verteidiger, geholt vom Manager-Typen Ricardo Moar, machte im Frühjahr 2004 fünf schlechte Spiele für 96, bevor er als Paradies- und Wandervogel weiterflatterte.

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Diese Spieler sind nicht wirklich in die Historie von Hannover 96 eingegangen. Zur Galerie
Diese Spieler sind nicht wirklich in die Historie von Hannover 96 eingegangen. ©

Nun hat 96 Simon Falette, der in Hannover zwischen bodenständig-begabten Schwiegermutterlieblingen wie Hendrik Weydandt und Timo Hübers sowie dem wenigstens mal schräg dreinblickenden Marvin Ducksch ein echter Härtetyp werden könnte. Einer, der bei der Zweitligakonkurrenz durch sein Auftreten und den athletischen Körper für Respekt sorgt, der positiven Einfluss auf zögerliche Mitspieler und Ausstrahlung auf zurückhaltende Zuschauer hat.

Das Problem von 96-Neuzugang Falette?

Aus Frankfurt hört man dazu viel Gutes über Falette, der nur ein einziges Problem mitbringen könnte: Er sei eigentlich zu gut für die zweite Liga, heißt es von Eintracht-Boss Fredi Bobic. Überschätzen darf sich ein Typ aber niemals, wenn er denn erstklassig funktionieren will.