17. Oktober 2019 / 14:31 Uhr

Hannover 96: 18-jähriges Schwimmtalent Köhler gewinnt Weltcup - und hat Olympia im Visier

Hannover 96: 18-jähriges Schwimmtalent Köhler gewinnt Weltcup - und hat Olympia im Visier

Carsten Schmidt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Angelina Köhler kann sich nach ihrem Resultat beim Weltcup-Rennen freuen - es macht Hoffnung auf dem Weg nach Tokio.
Angelina Köhler kann sich nach ihrem Resultat beim Weltcup-Rennen freuen - es macht Hoffnung auf dem Weg nach Tokio. © Bernd Thissen/dpa
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Die Olympischen Spiele in Tokio 2020: Das ist Angelina Köhlers großer Traum, für die die 18-jährige Schwimmerin von Hannover 96 aktuell die Vorbereitung begonnen hat. Auf dem Weg dorthin nahm sie den Weltcup in Berlin mit - und gewann prompt in ihrer Parade-Disziplin.

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Angelina Köhler hat sich selbst überrascht in Berlin. „Ich bin erst seit sechs Wochen im Training und habe den Weltcup aus dem vollen Programm heraus bestritten“, sagte die 18-jährige Schwimmerin von Hannover 96. Das heißt, dass sie und Trainer Emil Guliyev bei den Einheiten im Olympiastützpunkt das Augenmerk auf Ausdauer legen. „Für die Schnelligkeit habe ich noch nichts getan“, ergänzte Köhler et­was entschuldigend, „das hat man auf der 50-Meter-Strecke gemerkt.“

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Alexej Mikhailov ist 22 Jahre alt und gilt als Deutschlands größtes Talent im Hammerwurf. Der gebürtige Hannoveraner startet für die Leichtathletik-Abteilung von Hannover 96. Mikhailov ist amtierender deutscher Meister der U 23 und gewann 2017 zudem Bronze bei den U23-Europameisterschaften. ©
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Siegerin über 100 Meter Schmetterling

Köhler knüpfte gegen internationale Konkurrenz dennoch an die Ergebnisse der vergangenen Jahre an, mit Medaillen bei den Olympischen Jugendspielen und einer Halbfinalteilnahme bei der Erwachsenen-Weltmeisterschaft. Die Hannoveranerin gewann über 100 Meter Schmetterling und schlug auf der halb so langen Sprintdistanz immerhin noch als Sechste an. Da die Rennen in Berlin auf der Langbahn im 50-Meter-Becken stattfanden, ge­wann ihre Leistung an Bedeutung in Richtung der Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio.

Vorbereitung un spanischem Höhentrainingslager

„Ich bin nur knapp eine Sekunde über meiner Bestzeit und der Olympianorm geblieben“, sagte Köhler. Und sie bezwang unter anderem die routinierte Ungarin Zsuzsanna Jakabos, die zur Weltspitze auf den Schmetterlings- und Lagendistanzen gehört. Insofern markierte der Weltcup nicht nur den perfekten Saisoneinstieg. Er brachte auch reichlich Schwung für das Trainingsprogramm der nächsten sieben Monate, das ins Tokio-Ticket für Köhler münden soll. Bereits morgen geht es in die Sierra Nevada in ein dreiwöchiges Höhentrainingslager. Es folgen zwei weitere Vorbereitungsphasen im Winter und Frühjahr: „Dann geht es ins Warme“, sagte Köhler.

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"Wenn ich die Richtzeiten schwimme, ist auch Start bei Europameisterschaft drin"

Im Wettkampfprogramm macht die Schmetterling-Spezialistin nach dem Aufenthalt in Spanien einen Abstecher auf die 25-Meter-Bahn, auf der traditionell im Winter ge­schwommen wird. Köhler stellt sich bei den deutschen Meisterschaften in Berlin (14. bis 17, November) der nationalen Konkurrenz über 50 Me­ter Freistil sowie 50, 100 und 200 Meter Schmetterling. „Natürlich möchte ich ganz vorn landen“, sagte Köhler, „wenn ich die Richtzeiten schwimme, ist auch ein Start bei der Europameisterschaft in Glasgow Anfang Dezember drin.“

Zweimal Training pro Tag und weniger Schule

Unmittelbar nach dem Jahreswechsel folgt bis Mai der Qualifikationszeitraum für Tokio. Köhler ist zuversichtlich, dass es klappt, „vorausgesetzt, ich bleibe gesund. Ich will meine Bestzeit steigern“, sagte sie.

Dazu absolviert sie pro Tag zwei Trainingseinheiten. Und um sich den Traum von Olympia zu erfüllen, tritt die Gymnasiastin zudem in der Schule kürzer. Auf dem Weg nach Tokio möchte sich Köhler nicht verfranzen.

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