10. Mai 2019 / 16:27 Uhr

Mit bulligem Sturm: Hannover 78 will im Derby Germanen List aus dem Weg räumen

Mit bulligem Sturm: Hannover 78 will im Derby Germanen List aus dem Weg räumen

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Nur kurz gestoppt: Felix Hünefeld und Hannover 78 sind auf dem Weg zum erneuten Gewinn der Nordmeisterschaft.
Nur kurz gestoppt: Felix Hünefeld und Hannover 78 sind auf dem Weg zum erneuten Gewinn der Nordmeisterschaft. © Florian Petrow
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Sie werden den Gegner wohl vor sich herschieben im großen Rugby-Derby. Und zwar im Wortsinn. Die Jungs von Hannover 78 gehen mit ihrem bulligen Sturm als hoher Favorit in das Heimspiel am Sonnabend (14 Uhr) gegen das ersatzgeschwächte Team von Germania List.

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Während Hannover 78 nur Nationalspieler Phil Szczesny für das Siebener-Turnier in Nancy abstellt, fallen beim SC Germania List fünf Stützen der Hintermannschaft aus: Daniel und Niklas Koch, Henrik Meyer, Felix Hufnagel und Moritz Claasen. „Der Verband nimmt sie uns weg, und tschüs, wir hätten die Partie verlegen sollen“, schimpft Germanias Trainer Daniel Stephens, „wir sind vom DRV enttäuscht, ich kann es nicht anders sagen.“

Nicht auf Augenhöhe

Darüber hinaus haben die Germanen etliche Verletzte, zumindest Kapitän Stefan Mau könnte im Sturm aber sein Comeback nach einer Knöchelverletzung geben. „Unter diesen Umständen können wir kein Derby auf Augenhöhe bieten, aber wir werden mit Herz kämpfen“, kündigt Stephens an.

Das Hinspiel gegen 78 hatten die Lister nur mit 20:24 verloren, zuletzt setzte es aber zwei hohe Pleiten, der Einzug ins Halbfinale ist verpasst. „Das ist uns natürlich nicht verborgen geblieben“, so Bouajila, „wir hätten uns einen Gegner in voller Stärke gewünscht.“ 78 hat in dieser Saison nur ein Punktspiel verloren, in der vergangenen keins. Im Norden dominieren die Blau-Weißen mit dem Trainergespann Bouajila/Benjamin Krause – im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft kam aber jeweils das Aus gegen Heidelberger Teams.

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Seit 2005 hat es keine Mannschaft aus Hannover mehr ins Endspiel geschafft. Gegen das Profiteam des Heidelberger RK, Großsponsor Hans-Peter Wild (Capri-Sonne) machte es möglich, war die Konkurrenz seit 2010 fast chancenlos. Nach dem Rückzug Wilds aus dem Rugby ist dem HRK aber der Saft ausgegangen, die Rivalen zogen etliche Spieler ab. Die Liga ist damit ausgeglichener und der Titelkampf offen.

Zuletzt vor 26 Jahren im Endspiel

Spitzenreiter der Bundesliga Süd/West ist Frankfurt 80 vor dem TSV Handschuhsheim, auf einen von beiden wird 78 im Semifinale (1. Juni, 15 Uhr) treffen. „Beide Klubs haben ihre Klasse, aber eine Übermacht sind sie nicht“, unterstreicht Bouajila. Zuletzt stand 78 vor 26 Jahren im Endspiel, der letzte Titel datiert von 1991. „Wir wollen auf jeden Fall ins Endspiel, dann sehen wir weiter“, sagt Bouajila und fügt hinzu: „Germania will auch erst mal geschlagen sein. Wer weiß, vielleicht entwickeln sie verborgene Kräfte.“

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