02. Oktober 2021 / 22:25 Uhr

Offensiv zu harmlos: Hannover 96 kommt beim 1. FC Nürnberg nicht über ein 0:0 hinaus

Offensiv zu harmlos: Hannover 96 kommt beim 1. FC Nürnberg nicht über ein 0:0 hinaus

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
 Zeigte im ersten Spiel für Hannover 96 eine ordentliche Leistung: Neuzugang Tom Trybull.
Zeigte im ersten Spiel für Hannover 96 eine ordentliche Leistung: Neuzugang Tom Trybull. © IMAGO/Zink
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Für Hannover 96 reichte es am Samstagabend beim 1. FC Nürnberg nur zu einem 0:0. Nach einer ordentlichen ersten Hälfte, ließ das Team von Jan Zimmermann im zweiten Durchgang stark nach und hatte Glück, die Partie hintenraus nicht noch zu verlieren. Vor allem in der Offensive fehlte den Roten die Durchschlagskraft.

Hannover 96 ist am Samstagabend im Topspiel der zweiten Bundesliga nicht über ein torloses Remis hinausgekommen. Im ersten Durchgang war das Team von Jan Zimmermann noch die aktivere Mannschaft, nach dem Seitenwechsel ließen sie dann aber stark nach. Am Ende konnte sich 96 glücklich schätzen, mit einem Punkt nach Hause zu fahren. Durch das torlose Remis springt der noch immer ungeschlagene FCN mit 15 Punkten auf Platz vier und liegt damit drei Punkte hinter Tabellenführer Jahn Regensburg. Hannover bleibt dagegen in der unteren Tabellenhälfte hängen und ist mit elf Zählern Zwölfter.

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Aber der Reihe nach: Beide Mannschaften starteten verhalten in die Partie und tasteten sich zunächst ab. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase übernahm 96 allerdings langsam aber sicher die Spielkontrolle und kam auch zu ersten Torchancen. In der neunten Minute scheiterte Sebastian Kerk mit einem Flugkopfball nach Vorarbeit von Maximilian Beier am stark reagierenden Nürnberger Schlussmann Christian Mathenia. In der Folgezeit blieben die Roten am Ball, kamen dabei aber nur selten zwingend vors Tor.

Bilder vom Spiel der 2. Bundesliga zwischen dem 1. FC Nürnberg und Hannover 96

Maximilian Beier (links) und Nürnbergs Tim Handwerker kämpfen um das Spielgerät. Zur Galerie
Maximilian Beier (links) und Nürnbergs Tim Handwerker kämpfen um das Spielgerät. ©

Maina vergibt Konterchance leichtfertig

Ein Distanzschuss von Jannik Dehm ging knapp am linken Pfosten vorbei (20.), Sebastian Ernsts Kopfball nach einer Kerk-Ecke ging weit über das Tor (28). Nach einer halben Stunde wurde dann auch der 1. FC Nürnberg mutiger und gestaltete die Partie offener. Die erste dicke FCN-Chance vergab Erik Shuranov, der den Ball freistehend aus etwa 14 Metern über den Querbalken jagte (33.). Kurz vor der Pause gingen die Franken dann sogar fast in Führung: Mats Möller Daehli ließ Julian Börner im 96-Sechzehner ziemlich alt aussehen und scheiterte aus spitzem Winkel am Außenpfosten (45.). Folglich ging es torlos in die Pause.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs setzte der Club die 96er zunächst früh unter Druck - ohne dabei gefährlich zu werden. Die erste gute Chance hatten stattdessen die Gäste mit einem Konter. Linton Maina nahm Tempo auf, führte den Ball durchs komplette Nürnberger Mittelfeld, verpasste aber das Abspiel auf den zur Pause eingewechselten Sebastian Stolze. Maina probierte es selbst und schoss den Ball weit übers Tor (50.).

Nürnberg im zweiten Durchgang am Drücker - 96 im Glück

Im Anschluss spielten allerdings nur noch die Gastgeber. 96 war nur noch darauf bedacht, keine Fehler zu machen und beschränkte sich größtenteils auf die Defensivarbeit. Nach einer guten Stunde (63.) scheiterte Nürnbergs Tom Krauß aus spitzem Winkel an 96-Keeper Ron-Robert Zieler.

Nur drei Minuten später machte es Krauß dann besser und sorgte für den vermeintlichen Führungstreffer. Beim Zuspiel auf Vorlagengeber Nikola Dovedan stand dieser allerdings hauchzart im Abseits, der VAR schaltete sich ein und nahm das Tor folgerichtig zurück. Doch der FCN blieb dran: In der 77. Minute zog Möller Daehli aus 16 Metern ab, der Ball ging hauchzart am rechten Pfosten vorbei.


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96 bringt 0:0 über die Zeit

Auch nach einer umstrittenen gelb-roten Karte gegen Nürnbergs Nikola Dovedan (79.) blieb der Club die bessere Mannschaft. 96 gelang es nun aber immerhin, den Club weitestgehend vom eigenen Tor fernzuhalten und brachte zumindest das 0:0 über die Zeit. Trotzdem: Mit der Leistung im zweiten Durchgang werden es die Roten schwer haben in dieser umkämpften zweiten Liga.