04. Oktober 2021 / 07:12 Uhr

"Wettbewerbsgleichheit": 96 hofft auf Erlaubnis für 42.000 Zuschauer gegen Schalke 

"Wettbewerbsgleichheit": 96 hofft auf Erlaubnis für 42.000 Zuschauer gegen Schalke 

Andreas Willeke und Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Wieder mit Stehplätzen? 96-Boss Martin Kind (eingeklinkt) hofft darauf, die HDI-Arena nahezu voll auslasten zu dürfen.
Wieder mit Stehplätzen? 96-Boss Martin Kind (eingeklinkt) hofft darauf, die HDI-Arena nahezu voll auslasten zu dürfen. © IMAGO/Sven Simon/Nancy Heusel
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Am Montag beginnt der Vorverkauf für das Heimspiel gegen Schalke 04. Noch ist aber nicht klar, wie viele Plätze 96 besetzen darf. Die Gespräche mit dem Land laufen, Boss Kind setzt "auf Wettbewerbsgleichheit" und hofft auf die Erlaubnis für etwa 42.000 Zuschauer in der HDI-Arena.

Schalke kommt – und es soll mal wieder voll werden im Stadion. Am Montag beginnt der Vorverkauf für das nächste Heimspiel gegen den Absteiger am 15. Oktober – erst mal nur für Mitglieder und ehemalige Dauerkartenbesitzer, am Mittwoch dann der freie Verkauf. Die neue Vorgabe: Es gilt die 2-G-Regel, nur Geimpfte oder Genesene dürfen in die HDI-Arena.

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Noch nicht klar ist, wie viele Plätze 96 besetzen darf. „Wir hoffen auf eine volle Auslastung“, sagt 96-Chef Martin Kind. „Die Ge­sprä­che dazu mit dem Land Niedersachsen laufen.“ Für Kind gibt’s „keinen Grund für Be­schrän­kun­gen, wenn die 2-G-Regel der Maßstab ist“. Er setzt auch „auf Wettbewerbsgleichheit“, da beispielsweise in Osnabrück oder Wolfsburg mehr als die 50-prozentige Auslastung erlaubt war.

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Gibt das Land grünes Licht für mehr als nur 25.000 Zuschauer, wird 96 alle Sitzplätze in den Verkauf geben, aber wohl nur die Hälfte der knapp 13.000 Stehplätze. Damit dürften etwa 42.000 Tickets für das Schalke-Spiel zur Verfügung stehen.

In Nürnberg waren nur 80 Fans im Gästeblock. „Wo sind denn die Hannover-Fans? Im Stau?“, fragte verwundert Ex-96-Spieler Florian Hübner. Grund ist ein anderer: Die Fanszene verzichtet auf Stadionbesuche, weil sie die personalisierten Tickets ablehnt. Inklusive der Ultragruppen verabredete die Szene am Freitagabend, weiterhin nicht geschlossen in die Fankurve zurückzukehren.

96 darf die Tickets nur personalisiert verkaufen, die Politik gibt dies vor. In Düsseldorf, wo die Karten frei erhältlich sind, will die Szene das Team unterstützen. Die Gruppen planen einen Antrag an die Politik, die Ticketvergabe zu ändern. Gegen die 2-G-Regel, so hieß es, habe die Fanszene nichts einzuwenden.