02. Mai 2019 / 07:16 Uhr

Bleibt 50+1? 96 sucht nach der Hannover-Lösung – Antrag bei der DFL ruht

Bleibt 50+1? 96 sucht nach der Hannover-Lösung – Antrag bei der DFL ruht

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der Antrag auf Ausnahme von der 50+1-Regel ruht derzeit.
Der Antrag auf Ausnahme von der 50+1-Regel ruht derzeit. © Florian Petrow
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Wie geht es weiter mit dem Thema "50+1" bei Hannover 96? Im Hintergrund laufen Gespräche zwischen Profichef Martin Kind und dem Vorstand sowie dem Aufsichtsrat des Vereins. So lange ruht der Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung.

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Nach der Mitgliederversammlung und der Wahl der neuen 96-Führung im e. V. schien alles auf ein Gegeneinander hinauszulaufen: der von der Fanszene dominierte Aufsichtsrat und Vorstand gegen Martin Kind und die Profigesellschaft, eine Eskalation drohte, die nur Verlierer produziert hätte.

Jetzt aber zeigt sich eine gegenteilige Entwicklung. Es laufen im Hintergrund bereits Gespräche, mit dem überraschenden Ziel, sich zu einigen. „Es ist der gemeinsame Wunsch, eine einvernehmliche Lösung zu schaffen“, bestätigt 96-Profichef Kind, „wir sind dabei auf einem guten Weg.“

50+1: Antrag auf Ausnahme ruht

96-Vorstandschef Sebastian Kramer hatte beim „NP-Anstoß live“ vor einer Woche angedeutet, dass eine hannoversche Lösung im Sinne aller Beteiligten sei. Für die Zeit der Gespräche lassen beide Parteien auch den Antrag auf Ausnahmeregelung von der 50+1-Regel beim DFL-Schiedsgericht ruhen – auch Kind.

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Es könnte dazu kommen, dass Kind den Antrag sogar ganz zurückzieht – aber auch dazu, dass er von ihm wieder aktiviert wird. Das hängt ab vom Ausgang der Gespräche in Hannover. „Wenn wir gewisse Fragen im Interesse aller geregelt ha­ben“, wäre Kind be­reit, seinen jahrelangen Kampf aufzugeben. 50+1 würde dann bei 96 weiter gelten.

Das wäre für die neue Führung des e. V. ein großer, wohl bundesweit von Fan­szenen gefeierter Erfolg.

Worüber die Vertreter von Breitensportverein und Profigesellschaft noch verhandeln, darüber „haben wir Vertraulichkeit vereinbart“, sagt Kind. Doch die Knackpunkte sind ohnehin klar: Für die 96-Firma und die Geldgeber ist zentral, ihren Geschäftsführer ohne Einmischung des e. V. berufen zu können. Für den e. V. ist die finanzielle Absicherung wichtig, da könnte es um die sogenannte Patronatserklärung gehen.

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