11. Oktober 2021 / 19:27 Uhr

Vergleich: 96 findet Jan Schlaudraff ab - Ex-Manager kriegt 400.000 Euro

Vergleich: 96 findet Jan Schlaudraff ab - Ex-Manager kriegt 400.000 Euro

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Abgefunden: Hannover 96 zahlt den früheren Sportdirektor Jan Schlaudraff aus. 
Abgefunden: Hannover 96 zahlt den früheren Sportdirektor Jan Schlaudraff aus.  © Florian Petrow
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96 kann die Akte Jan Schlaudraff schließen. Auf Initiative des Richters Daniel Dreher fanden die Parteien am Montag vor dem Landesarbeitsgericht zu einem Vergleich. Der frühere Manager bekommt eine Abfindung von geschätzt 400.000 Euro, damit ist das Arbeitsverhältnis beendet.

Hannover 96 und Jan Schlaudraff gehen endgültig getrennte Wege. Die Roten hatten dem Manager im Februar 2020 gekündigt. Schlaudraff klagte, das Arbeitsgericht kassierte die Kündigung und entfristete den Vertrag. 96 ging in Berufung, das Landesarbeitsgericht sah das offensichtlich anders als die erste Instanz. „Es ist ein vertretbares Ergebnis“, sagt 96-Profichef Martin Kind. Geschätzt 400.000 Euro Abfindung kassiert der 38-Jährige.

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Über die zu zahlende Abfindung sei „Vertraulichkeit vereinbart worden“. Bekannt war: Schlau­draff kassierte 25.000 Euro monatlich und fuhr einen Dienstwagen. Die Frage, ob Manager nach zwei Vertragsjahren in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übergehen, ist durch den Vergleich aber nicht endgültig geklärt worden. Tendenz: eher nicht.

Mehr über Hannover 96

Im April 2019 war Schlaudraff zum Assistenten der sportlichen Leitung ernannt worden, damals noch unter Sportchef Horst Heldt. Zur Saison 2019/20 ernannte Kind ihn zum Sportdirektor - nach ein er mäßigen Rückrunde und Differenzen in der Winterpause hatte 96 ihn freigestellt. Von 2008 bis 2015 spielte er aktiv bei 96 und gehörte zu den Helden der beiden Europa-League-Saison unter Trainer Mirko Slomka.