24. Mai 2021 / 10:49 Uhr

"Vermisse Hannover jetzt schon": 96-Spielmacher Haraguchi zieht es in die Bundesliga

"Vermisse Hannover jetzt schon": 96-Spielmacher Haraguchi zieht es in die Bundesliga

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse

Hendrik Weydandt tröstete Genki Haraguchi nach seinem letzten Heimspiel für Hannover 96.
Hendrik Weydandt tröstete Genki Haraguchi nach seinem letzten Heimspiel für Hannover 96. © Florian Petrow
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Nach drei Jahren verlässt Genki Haraguchi Hannover 96. Der Spielmacher wagt einen neuen Anlauf in der Bundesliga, wie er verriet. Sein genaues Ziel ließ er allerdings offen. Der Abschied war für den Japaner ein emotionaler Moment.

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Sechs Spieler verabschiedete Hannover 96 nach dem letzten Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg. Der schmerzhafteste Abgang für die Roten ist definitiv Genki Haraguchi. Der offensive Mittelfeldspieler schwang sich in dieser Saison zum absoluten Unterschiedsspieler auf, steuerte neun Tore und sieben Vorlagen bei.

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Das blieb auch der Konkurrenz nicht verborgen, der ablösefreie Japaner spielte sich bei etlichen Erst- und Zweitligaklubs auf den Zettel. "Ich werde wieder in der Bundesliga spielen. Deshalb verlasse ich Hannover", verriet Haraguchi nach der Partie gegen Nürnberg bei 96TV. Wohin genau es den 30-jährigen Freigeist zieht, ließ er offen. Zuletzt wurde er mit Union Berlin in Verbindung gebracht. Der FC Schalke 04, zwischenzeitlich aussichtsreicher Kandidat, ist als Absteiger aus dem Rennen, internationale Interessenten wie der FC Southampton und der FC Getafe ebenso. Als weitere mögliche Interessenten gelten Haraguchis Ex-Klub Hertha BSC und der 1. FC Köln - dem in der Relegation allerdings auch noch der Abstieg droht.

So lief es für die Japaner bei Hannover 96:

<b>Hiroki Sakai</b> spielte von 2012 bis 2016 für Hannover 96. Insgesamt kam der Außenverteidiger für die Roten in 102 Spielen zum Einsatz, erzielte dabei zwei Tore und gab vier Vorlagen. Der 30-Jährige machte in Hannover die meiste Zeit einen soliden Job als rechter Verteidiger - zum absoluten Leistungsträger hat es trotzdem nie so richtig gereicht. Heute spielt Sakai in Frankreich bei Olympique Marseille und ist Stammspieler. In der letzten Spielzeit, die wegen der Corona-Pandemie abgebrochen wurde, ist er mit OM Zweiter geworden.  Zur Galerie
Hiroki Sakai spielte von 2012 bis 2016 für Hannover 96. Insgesamt kam der Außenverteidiger für die Roten in 102 Spielen zum Einsatz, erzielte dabei zwei Tore und gab vier Vorlagen. Der 30-Jährige machte in Hannover die meiste Zeit einen soliden Job als rechter Verteidiger - zum absoluten Leistungsträger hat es trotzdem nie so richtig gereicht. Heute spielt Sakai in Frankreich bei Olympique Marseille und ist Stammspieler. In der letzten Spielzeit, die wegen der Corona-Pandemie abgebrochen wurde, ist er mit OM Zweiter geworden.  ©

"Ich habe mich hier wie in einer Familie gefühlt"

Leicht fiel Haraguchi der Abschied nach drei Jahren in Hannover nicht, wie er im Abschieds-Interview bei 96TV offenbarte. "Ich vermisse Hannover jetzt schon. Es war hier eine besondere Zeit für mich und ich habe mich hier wie in einer Familie gefühlt", sagte er. Und weiter: "Die letzten drei Jahre waren nicht immer ganz einfach für uns. Aber für mich war es sehr schön, ich habe hier sehr viele gute Freunde gefunden. Ich habe jeden Tag genossen."



Nach seinem letzten Spiel vergoss der für sein Kämpferherz bei den Fans beliebte Zehner Abschiedstränen, Hendrik Weydandt nahm ihn tröstend in den Arm. Vor leeren Rängen in der HDI-Arena hieß es nach der 1:2-Niederlage gegen Nürnberg Abschied nehmen. "Es ist sehr schade, dass ich in dieser Saison nicht mit den Fans zusammen kämpfen konnte", bedauerte Haraguchi. "Und dass ich mich auch heute nicht von ihnen verabschieden kann. Das bedaure ich sehr."

Zweiter Anlauf in der Bundesliga

Nach zwei Jahren in der Zweitklassigkeit versucht der japanische Nationalspieler nun also noch einmal sein Glück im Oberhaus, bei Hertha BSC konnte er fußballerisch selten so glänzen wie zuletzt bei 96 - obwohl er immerhin 91 Erstligaspiele für die Alte Dame bestritt. Er freue sich auf ein Wiedersehen mit Hannover, sagte er. Fraglich, ob es das in naher Zukunft in der Bundesliga geben wird.

tk