09. Oktober 2020 / 07:08 Uhr

"Große Zukunft vor sich": 96-Kultkicker Altin Lala erklärt Riesentalent Ramen Cepele

"Große Zukunft vor sich": 96-Kultkicker Altin Lala erklärt Riesentalent Ramen Cepele

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der frühere 96-Kampfzwerg Altin Lala hält große Stücke auf Ramen Cepele (eingeklinkt).
Der frühere 96-Kampfzwerg Altin Lala hält große Stücke auf Ramen Cepele (eingeklinkt). © imago images/Getty Images
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"Ich glaube, er hat eine große Zukunft vor sich." So schwärmt Altin Lala von Ramen Cepele. Der frühere Kapitän von Hannover 96 hat als Spielerberater den Transfer des 17-jährigen Innenverteidigers von Inter zu den Roten eingefädelt. Jetzt steht das Riesentalent vor seinem Debüt in Albaniens A-Nationalmannschaft.

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Das will Altin Lala nun wirklich nicht riskieren. „Präsident Martin Kind hat gesagt, wenn er nicht funktioniert, gibt’s Ärger, und das will ja keiner.“ Der langjährige Kapitän von Hannover 96 arbeitet als Spielerberater, in dieser Funktion hat er 96 ein Riesentalent vermittelt: Ramen Cepele ist von Inter Mailand zu den Roten gewechselt, zur Freude des 96-Profichefs. „Cepele ist perspektivisch für die Profis eingeplant“, hofft Kind. 

Erst mal wartet auf den 17-jährigen Innenverteidiger der Aufstieg zum Nationalspieler. Cepele ist für die albanische Nationalmannschaft nominiert worden, steht im Kader für die Länderspiele am kommenden Sonntag gegen Kasachstan und am Mittwoch gegen Litauen. Lala vermutet, „Ramen wird dabei zum jüngsten Feldspieler, der je für Albanien eingesetzt wurde“. Cepele wurde in Italien geboren, hat aber auch den albanischen Pass. Er spielte für italienische Juniorennationalteams in U15, U16 und U17, war sogar Kapitän.

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Albanischer Nationaltrainer ist mit Edoardo Reja ein Italiener. Er betreute diverse Vereine in seiner Heimat. Dabei waren auch der SSC Neapel und Lazio Rom. „Reja hat seit einem Jahr versucht, Ramen für Albanien zu gewinnen“, erklärt Lala, „er wird ihn jetzt auch einsetzen“ – denn dann hat sich Cepele für das Land festgespielt.

Inter wollte mit Cepele verlängern

Das ergibt dann für 96 eine kuriose Konstellation: Der Klub hat einen ­A-Natio­nal­spie­ler, der noch in der U19 bei 96 spielt. Allerdings nicht lange, wenn die Einschätzung Lalas stimmt. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass Ramen ein guter Profi wird. Ich glaube, er hat eine große Zukunft vor sich.“ 

Cepele hat für drei Jahre unterschrieben, „er gehört 96“, sagt Lala. Inter Mailand wollte mit ihm auch nach Ablauf des Vertrages verlängern, andere italienische Großklubs waren auch an Cepele dran. Glück auch für 96, dass Cepeles Vater „Fan vom deutschen Fußball ist“, wie Lala weiß.

Der 44-Jährige hatte auch schon Milot Rashica bei 96 angeboten, Manager Horst Heldt entschied sich jedoch dagegen. Rashica ging nach Bremen. Sein Marktwert hat sich seitdem vervielfacht, der Wechsel nach Leverkusen scheiterte vergangenen Montag am Zeitmangel. 

"Er ist auch ein vernünftiger Junge"

Lala schätzt seinen jungen Klienten so ein: „Ramen hat als Innenverteidiger in Italien gespielt, da lernt man, gut zu stehen. Er hat einen linken Fuß“, was natürlich so gemeint ist, dass das sein starker, bevorzugter Fuß ist. „Er ist auch ein vernünftiger Junge, gut in der Spieleröffnung, kann gut Freistöße schießen. Er ist intelligent in seiner Spielweise.“ 

Für zwei Tage war Cepele schon in Hannover, zog ins Internat der 96-Akademie. Nach der Rückkehr von der Länderspielreise steigt er ins U19-Training ein. „Er soll sich erst mal akklimatisieren“, sagt Lala. Könnte sein, dass er dann bald bei den Profis und Kenan Kocak landet. Das würde zumindest Ärger für Lala vermeiden.