15. März 2019 / 09:31 Uhr

Hannover 96: Andreas Rettig als Nachfolger von Martin Kind? Opposition dementiert

Hannover 96: Andreas Rettig als Nachfolger von Martin Kind? Opposition dementiert

Dirk Tietenberg
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St. Paulis Geschäftsführer Rettig ist offenbar kein Kandidat für die Nachfolge vpn Martin Kind bei Hannover 96.
St. Paulis Geschäftsführer Rettig ist offenbar kein Kandidat für die Nachfolge vpn Martin Kind bei Hannover 96. © imago/SPORTBUZZER
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Wie die Bild-Zeitung am Freitag berichtete, geistert der Name von St.-Pauli-Geschäftsleiter Andreas Rettig als langfristiger Nachfolger für Martin Kind Geschäftsführer der 96-Profigesellschaft KGaA durch Hannover. Nach SPORTBUZZER-Informationen ist er aber kein Favorit der von ProVerein unterstützten Aufsichtsrats-Kandidaten um Carsten Linke.

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Ist Andreas Rettig im Gespräch als Nachfolger für Martin Kind bei Hannover 96? Dies berichtet die Bild in ihrer Freitagsausgabe. Rettig soll ein demnach Wunschkandidat der Opposition sein. Auf Nachfrage bei Kandidaten der Opposition heißt es: An dem Rettig-Gerücht ist nichts dran.

Rettig ist demnach weder Oppositions-Kandidat für den Vorstand im e.V., sollte das "Team Linke" die Mehrheit (mindestens 3:2) in der Mitgliederversammlung bekommen, noch sei Rettig, und darauf bezieht sich das Gerücht der Bild-Zeitung, der Favorit der Opposition für einen Posten der Geschäftsführung in der Management GmbH oder/und der Profigesellschaft KGaA. So war es am Freitagmorgen aus dem Kreis der Kandidaten, die von ProVerein unterstützt werden, zu hören.

Dass Rettig auf anderen Wegen versucht, bei 96 an entscheidende Posten zu kommen, ist aber nicht ausgeschlossen.

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Rettig als Kind-Nachfolger? Opposition: "Absurd."

Das Szenario sei aus Oppositionssicht aber "absurd", hieß es, den Namen höre man in dem Zusammenhang "zum ersten Mal". Zumal genau diese Machtkonstruktion, die Personalunion als Geschäftsführer unter den Gesellschaften, von der Opposition nicht gewollt ist. Genau diese Struktur, die bei Kind (Personalunion Vorsitzender des e.V., Geschäftsführer beider Gesellschaften) gang und gäbe war, will die Opposition aufbrechen.

Mehr zum Rettig-Gerücht

Rettig bekannt als Gegner von Kind

Rettig wäre aus Sicht der 50+1-Anhänger zumindest der prominenteste Gegner Kinds. Rettig war sogar mal bevorzugter Kind-Kandidat für den Posten des Geschäftsführers, bevor Martin Bader kam. Aber durch mehrere Vorfälle manövrierte sich Rettig ins Aus. Ein Punkt damals: Der aktuelle St.-Pauli-Geschäftsführer hatte den Trainer Tayfun Korkut entlassen wollen und ließ dessen Trainingseinheiten kritisch analysieren. Kind aber wollte Korkut behalten. So landete Rettig nicht bei 96, sondern bei St. Pauli.

Die fünf Kandidaten der Kind-Opposition - Carsten Linke, Ralf Nestler, Nathalie Wartmann, Lasse Gutsch und Jens Boldt - haben bisher keinen Kandidaten für die Nachfolge von Vorstand Martin Kind, der nach über 20 Jahren nicht mehr als e.V.-Chef zur Verfügung steht, benannt. Ein Kandidat soll aber noch vorgestellt werden. Die Kandidaten, die tendenziell pro Kind eingestellt sind (Karsten Surmann, Sandra Wallenhorst, Tina Voß, Mario Dette, Andreas Kuhnt), haben Meravis-Geschäftsführer Matthias Herter als Vorstandskandidaten benannt.

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