20. Januar 2022 / 14:37 Uhr

Das Stadion am Maschsee heißt ab dem 1. Juli Heinz-von-Heiden-Arena

Das Stadion am Maschsee heißt ab dem 1. Juli Heinz-von-Heiden-Arena

Eric Zimmer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Helge Mensching, Geschäftsführer von Heinz von Heiden (links) stellt zusammen mit Profi-Boss Martin Kind den neuen Vertrag vor.
Helge Mensching, Geschäftsführer von Heinz von Heiden (links) stellt zusammen mit Profi-Boss Martin Kind den neuen Vertrag vor. © Eric Zimmer
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Hannovers Heimspielstätte bekommt einen neuen Namen, ab dem 1. Juli 2022 spielt 96 in der Heinz-von-Heiden-Arena. Der Massivhaushersteller mit Sitz in Isernhagen ist ein alter Bekannter beim Klub, er war von 2014 bis zum vergangenen Sommer der Trikotsponsor von 96. 

Der Vertrag mit dem Namensgeber für das Stadion hat eine Laufzeit von fünf Jahren, wie 96 am Donnerstag bekanntgab. Heinz von Heiden wird Nachfolger der HDI-Gruppe (seit 2013). 

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„Ich freue mich riesig, dass wir so zielgerichtet die Gespräche geführt haben“, sagt 96-Profi-Boss Martin Kind. Es habe auch andere Interessenten gegeben, die Regionalität sei ausschlaggebend gewesen bei der Wahl. Kind weiter: „Ich bin ein Anhänger von Familienunternehmen und dem Mittelstand.“

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Über das Finanzielle wurde Stillschweigen vereinbart, dem Vernehmen nach fließen knapp 1,5 Millionen Euro pro Jahr an 96 – erfolgsabhängig kann das etwas schwanken.

"Sind stolze Hannoveraner"

Seit September 2021 war klar, dass HDI den bis zum 30. Juni 2022 laufenden Vertrag nicht verlängern wird, sich 96 also auf die Suche nach einem Nachfolger ma­chen musste. „Planungssicherheit ist immer gut“, sagt Kind zum jetzt abgeschlossenen Deal, der auch eine Fortführung der seit dieser Saison bestehenden Exklusivpartnerschaft zwischen 96 und den Hausbauern beinhaltet.

„Wir mussten nicht lange überlegen, als das Angebot kam“, sagt Heinz-von-Heiden-Geschäftsführer Helge Men­sching. Die Arena sei „das Wohnzimmer der Stadt. Wir sind stolze Hannoveraner. Das ist ein Bekenntnis zu 96.“ Und nicht nur das: Auch bei Konzerten und anderen Veranstaltungen im Stadion wird der Name seiner Firma in Zukunft stets auftauchen.

"Alles andere schafft nur Irritationen“

2002 hatte 96 erstmals die Arena-Namensrechte verkauft – an den Finanzdienstleiter AWD. Für viele 96-Fans blieb die Arena immer das Niedersachsenstadion. Den alten Namen jetzt mit einzubauen, nach dem Modell von Werder Bremen (Wohninvest-Weserstadion), stand laut Kind nicht zu Debatte: „Der Partner zahlt Geld, damit sein Name dafür steht. Alles andere schafft nur Irritationen.“


Neue Schilder am Stadion und in der Stadt anbringen (Wegweiser), dazu die Sitzschalen tauschen, die den Namen des Stadions bilden – es muss noch viel geschraubt werden, bevor 96 erstmals in der umbenannten Arena auflaufen kann.