08. Oktober 2019 / 11:17 Uhr

Auswärts stark, zu Hause schwach: Hannover 96 ist auf der Suche nach Konstanz

Auswärts stark, zu Hause schwach: Hannover 96 ist auf der Suche nach Konstanz

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hannover 96 zeigt in dieser Saison zwei Gesichter: das schwache Heim- und das starke Auswärtsgesicht. 
Hannover 96 zeigt in dieser Saison zwei Gesichter: das schwache Heim- und das starke Auswärtsgesicht.  © imago images/Sven Simon
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In der Auswärtstabelle steht Hannover 96 aktuell auf dem zweiten Platz. Dort würden die Roten auch gerne in der Gesamttabelle stehen, doch die schwache Heimbilanz macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Im nächsten Spiel gegen Osnabrück will 96 dann endlich auch die Heimsorgen bekämpfen.

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Der 96-Sieg in Dresden bringt etwas Ruhe in die zuvor bedrückende Tabellensituation. Doch der Erstligaabsteiger sucht in dieser Saison noch nach Konstanz, vor allem daheim. Drei Siegen in der Fremde stehen null in Hannover gegenüber. Die 96-Realität zurzeit: Auswärts sind sie Riesen, daheim nur Zwerge.

Es ist nicht so lange her, da war 96 eine Heimmacht. Davon ist aktuell nichts zu spüren. „Es ist doch verhext“, scherzte Torwart Ron-Robert Zieler nach dem 2:0 bei Dynamo. „Hannover war nie dafür bekannt, dass wir die überragende Auswärtsmannschaft sind. Komischerweise läuft es auswärts besser als zu Hause.“ Warum, das weiß auch Zieler nicht genau. „Fußball ist manchmal nicht erklärbar.“

Die User-Noten: So habt Ihr die Profis von Hannover 96 nach der Partie gegen Dynamo Dresden bewertet

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Ron-Robert Zieler: 3,1 ©
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Eigentlich kann Slomka Heimspiele

Dabei passte es in der Vergangenheit mit Hannover, Mirko Slomka und der Heimstärke. Ein Blick zurück: In der Erstligasaison 2011/2012 blieb er mit 96 daheim 17-mal ungeschlagen. 37 Heimpunkte führten Hannover zum zweiten Mal nach Europa.

Jetzt muss sein Team punkten, um sicher vorm Abstiegskampf in der 2. Liga zu sein. Slomka und 96 müssen die Heimsorgen möglichst schnell in Angriff nehmen. Nächster Gegner nach der Länderspielpause ist Aufsteiger VfL Osnabrück – zu Hause in der HDI-Arena (20. Oktober, 13.30 Uhr). Hannover muss nachlegen, damit die neue Ruhe nachhaltig bleibt. Und auch dafür, dass Slomka nachhaltig Trainer bleiben darf.

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Dramatischer Unterschied

Der Unterschied zwischen Heim- und Auswärtsleistung ist tatsächlich dramatisch. Daheim gab’s in vier Spielen gerade mal zwei Pünktchen (kein Sieg, zwei Unentschieden, 2:8 Tore). 96 steht in der Heimtabelle auf dem letzten Platz. Auswärts das umgekehrte Bild: neun Punkte aus fünf Spielen, die Tordifferenz 8:6, Platz zwei in der Auswärtsbetrachtung. Da würde 96 auch in der Gesamttabelle gerne stehen ...

„Vielleicht tun wir uns leichter, wenn die Erwartungshaltung nicht so groß ist“, vermutet Sportdirektor Jan Schlaudraff, „wenn wir nicht das Gefühl haben, dass wir ab der ersten Minute das Spiel machen müssen.“ Die aktuellsten Beispiele: Beim 0:4 gegen Nürnberg hatte Hannover 73 Prozent Ballbesitz, ging unter. Gegen Dresden waren es nur 49 Prozent, aber daraus machte 96 zwei Tore und drei Punkte.

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