16. November 2020 / 18:57 Uhr

Mehr Härte, aber fahrig: Baris Basdas überzeugt im Mittelfeld von 96 nur bedingt

Mehr Härte, aber fahrig: Baris Basdas überzeugt im Mittelfeld von 96 nur bedingt

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Baris Basdas bringt im Test gegen Wolfsburg Schärfe in die Zweikämpfe, verheddert sich aber manchmal im Spielaufbau.
Baris Basdas bringt im Test gegen Wolfsburg Schärfe in die Zweikämpfe, verheddert sich aber manchmal im Spielaufbau. © Florian Petrow
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Im Testspiel gegen den VfL Wolfsburg durfte sich Baris Basdas mal im defensiven Mittelfeld von Hannover 96 präsentieren. Tatsächlich brachte er mehr Härte in die Zweikämpfe, verhedderte sich aber auch manchmal mit den eigenen Beinen. Ob das für einen Startelfeinsatz in Würzburg reicht?

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Eine wichtige Erkenntnis des Tests gegen den VfL Wolfsburg: Einstellung und Einsatzbereitschaft stimmten bei Hannover 96 - und mit Kampf und Leidenschaft lassen sich Defizite im Vergleich mit spielerisch stärkeren Teams kompensieren.

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Das lässt sich spiegelbildlich auf Zweitligaverhältnisse übertragen. Da ist 96 fußballerisch und individuell meist überlegen, lässt sich aber auswärts von kampfbetonten Gegnern den Schneid abkau­fen. Insofern war der Auftritt am Samstag eine klare Steigerung im Vergleich zum 1:4 in Fürth.

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Dabei helfen sollte Baris Basdas. Meist als Verteidiger gesehen, testete Kocak den 30-Jährigen im defensiven Mittelfeld. Basdas spielt kampfbetonter und härter, was auswärts helfen könnte. Im Doppel mit Jaka Bijol oder Dominik Kaiser könnte er für mehr Stabilität sorgen. So weit die Überlegung.

Basdas setzt Ex-96er Felix Klaus in Szene

Tatsächlich bewies Basdas diese Schärfe in den Zweikämpfen, verhedderte sich aber auch manchmal in den eigenen Beinen. Zudem legte er per Kopf die beste Wolfsburger Chance auf Felix Klaus vor. Der Ex-96-Stürmer traf kurz vor Schluss aber nur den Pfosten. Vielleicht riskiert es Kocak trotzdem mit Basdas in Würzburg.

Nicht nur Basdas bekam seine Chance, auch einige junge Spieler durften ran. Noah de Waal spielte als Rechtsverteidiger, Simon Stehle stand als Außenstürmer in der Startelf. Orrin McKinze Gaines II, Mick Gudra und Moussa Doumbouya wurde für wenige Minuten eingewechselt. „Sie waren engagiert“, sagte Kocak, „müssen aber mit unseren Prinzipien noch vertrauter werden.“