20. Januar 2022 / 08:22 Uhr

Der nächste (Doppelpack), bitte! 96 feiert seinen neuen Pokalriesen Maxi Beier

Der nächste (Doppelpack), bitte! 96 feiert seinen neuen Pokalriesen Maxi Beier

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der DFB-Pokal liegt ihm: Wie schon gegen Düsseldorf traf Maximilian Beier auch gegen Gladbach doppelt. 
Der DFB-Pokal liegt ihm: Wie schon gegen Düsseldorf traf Maximilian Beier auch gegen Gladbach doppelt.  © Florian Petrow
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Er hat's schon wieder getan! Wie in der 2. Runde vom DFB-Pokal gegen Düsseldorf gelang Maximilian Beier auch gegen Gladbach ein Doppelpack. Der neue 96-Pokalriese avancierte zum Matchwinner - und wurde selbst vom Trainer des Gegners ausdrücklich gelobt.

"Wir wollen die Mannschaft seh’n“ und „Ooooooh, wie ist das schön." Knapp 50 Fans tanzten und sangen um kurz vor 21 Uhr vor dem Stadiontor. Die 96-Mannschaft hatte sich schon bereit gemacht, verzichtete aber kurzfristig darauf, dem jubelnden Volk zu nah zu kommen. „Wir würden schon gern feiern“, sagte Trainer Christoph Dabrowski, „aber wir müssen schon gucken, dass wir uns an die Coronaregeln halten.“ Enorm schade, dass die Umstände die Pokaleuphorie derart bremsen. Aber einer hatte vorher alle Bremsen gelöst: der Beier Maxi, der neue Pokalriese aus Hannover.

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Bei seiner Auswechslung musste Maximilian Beier selbst lachen, als könne er es nicht fassen. Zwei Tore, den Elfmeter zum 2:0 mit einem Schuss vorbereitet, 3:0 gewonnen gegen den Bundesligisten aus Mönchengladbach, da muss sich ein 19-Jähriger schon mal kneifen. Das Kunststück hatte Beier schon mal gegen Düsseldorf mit zwei Treffern und einer Vorlage geschafft, ebenfalls ein 3:0. Die Rheinländer liegen Beier, der an der Havel geboren wurde.

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Dabrowski hatte zunächst gar nicht auf die Topleistung des 19-Jährigen eingehen wollen, sondern lobte die „Mannschaftsleistung“. Dann sagte er sogar fordernd: „Maxi ist ein talentierter Junge und ich würde mir wünschen, dass er das in der Ligaalltag überträgt, um sein Potenzial zu entfalten.“

Kurz darauf klang sogar der erschütterte Borussia-Trainer Adi Hütter euphorischer: Beier habe das 1:0 „unglaublich souverän abgeschlossen“, sagte Hütter. Hendrik Weydandt hatte den Pass durchgestochen, Beier mit einem Kontakt verwertet. Nach 3 Minuten und 18 Sekunden.

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Weydandt rechtfertigt seine Aufstellung

Der 96-Trainer hatte mit dem Offensivtalent zuletzt in Rostock nicht zufrieden sein können. Bei Hansa blieb er zu stumpf für eine Sturmspitze. Gegen Gladbach auf der Außenbahn war er wieder eine scharfe Waffe. Weydandt startete ganz vorne und hatte sich seine Aufstellung „gerechtfertigt“, wie Dabrowski sagte.

Beier hatte bis zu einem Handschuss vor dem Elfer noch mehr gefährliche Szenen und viel später noch einen Pfostenschuss nach seinem 3:0, ebenfalls überraschend abgebrüht gemacht für einen Jungen in seinem Alter.

Bilder vom Achtelfinale des DFB-Pokals zwischen Hannover 96 und Borussia Mönchengladbach

Sebastian Kerk hebt ab - gerade hat er das 2:0 für 96 erzielt. Zur Galerie
Sebastian Kerk hebt ab - gerade hat er das 2:0 für 96 erzielt. ©

"Extrem schade, dass das Stadion nicht ausverkauft war"

Den überragenden Torwart Ron-Robert Zieler und der abschlusssichere Beier – diese Mischung hatte 96 in der 2. Liga zu oft gefehlt. Dieser beiden Stärken plus eine überraschend erstklassige Gesamtleistung waren die Zutaten für den 96-Zauber in der DFB-Pokalnacht.

Es fehlten nur die Fans im Stadion. "Extrem schade, dass das Stadion nicht ausverkauft war“, fand Dabrowski. Die 500 auf den teuren Stadionplätzen und die 50 Fans draußen vor dem Tor hatten dennoch ihren Pokalspaß. Dabrowski und die Mannschaft „wollten für die Leute, die zu Hause vor dem Fernseher sitzen, alles raushauen“. Das ist 96 als Mannschaft gelungen, einzelnen Spielern sogar noch ein bisschen mehr.

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