24. November 2021 / 07:35 Uhr

"Zeichen notwendig": 96-Boss Kind erklärt die Abmahnung für Schatzschneider

"Zeichen notwendig": 96-Boss Kind erklärt die Abmahnung für Schatzschneider

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
96-Boss Martin Kind rät Dieter Schatzschneider, die Abmahnung entspannt als Signal zu sehen.
96-Boss Martin Kind rät Dieter Schatzschneider, die Abmahnung "entspannt als Signal zu sehen". © IMAGO/Noah Wedel
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"Schatzschneider ist Mitarbeiter, da war ein Zeichen notwendig", erklärt Martin Kind die Abmahnung, die der Ex-Profi am Dienstag erhalten hat. Der hatte Trainer Zimmermann öffentlich hart kritisiert. "Es geht nicht ums Inhaltliche, sondern um die Form", betont der 96-Boss.

Anruf bei Dieter Schatzschneider am Dienstagnachmittag, ob er denn mal in die 96-Geschäftsstelle kommen könne. Er konnte – und ahnte bereits, worum es ging. Unter anderem warteten Sportchef Marcus Mann und Justiziar Reinhold Vogelsang. Sie überreichten dem Scout eine Abmahnung – seine erste. Die Begründung: „Diskreditierende Äußerungen“ beim NP-Talk am vergangenen Donnerstag „über die Arbeit von Cheftrainer Jan Zimmermann“. Schatzschneider hatte zwar keinen Namen genannt, aber deutlich gemacht, dass er mit Zimmermanns Arbeit nicht einverstanden ist.

Der Ex-Profi hat „die Abmahnung akzeptiert, aber auch gesagt, dass ich jetzt in Karlsruhe die Punkte sehen will“. Den Erfolg am kommenden Samstag hatte Zimmermann vor Journalisten am Montag angekündigt.

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Nicht beim Gespräch dabei, aber im Bild war der 96-Chef. „Schatzschneider ist Mitarbeiter, da war ein Zeichen notwendig“, sagt Martin Kind. „Eine Kündigung war aber kein Thema.“ Kind weiter: „Er ist so, wie er ist. Das ist einerseits charmant, andererseits gibt es gewisse Spielregeln.“

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Kind betont ausdrücklich, dass das Problem nicht die Aussagen an sich sind. „Es geht nicht ums Inhaltliche, sondern um die Form“, die als Nestbeschmutzung empfundene öffentliche Kritik. Der 77-Jährige empfiehlt Schatzschneider, „er soll das entspannt als Signal sehen und sich künftig an die Spielregeln halten“.

Beim nächsten „Anstoß live“ am 15. Dezember wird Schatzschneider wieder auf dem Podium sitzen, gemeinsam mit Tim Wiese. Der Ex-Bremer wird dann auch öffentlich über die Klubs witzeln und schimpfen dürfen – er ist ja weder bei Werder noch bei 96 angestellt.