12. Januar 2021 / 11:57 Uhr

96-Boss Kind mag den Ducksch-Jubel: "Nichts sehen, nichts hören - einfach arbeiten"

96-Boss Kind mag den Ducksch-Jubel: "Nichts sehen, nichts hören - einfach arbeiten"

Dirk Tietenberg und Jonas Freier
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Marvin Ducksch (eingeklinkt) trifft, jubelt und sieht nichts und hört nichts - das gefällt 96-Boss Martin Kind.
Marvin Ducksch (eingeklinkt) trifft, jubelt und sieht nichts und hört nichts - das gefällt 96-Boss Martin Kind. © imago images
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Mit zwei Doppelpacks am Stück hat Marvin Ducksch seine Kritiker erst einmal verstummen lassen - und mit einem speziellen Jubel richtet er einen kleinen Gruß an sie. 96-Profichef Martin Kind findet die Reaktion des Stürmers gut: "Nichts sehen, nichts hören - einfach arbeiten und Tore schießen."

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Der Ohrjubel nach den Torerfolgen scheint ansteckend zu sein. Marvin Ducksch stopfte die Handschuhfinger nach seinem Freistoß-Tor wieder in die Ohren. Um seinen Kritikern wiederholt zu zeigen: „Einfach mal nicht drauf hören.“ Niklas Hult lief nach dem 1:0 in Darmstadt hinter Ducksch her und guckte sich die Geste ab. Duckschs Torjubel setzt sich seit dem Sieg gegen Bochum wie ein Ohrwurm im Gedächtnis fest.

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Ob Ducksch nun mitbekommt, wer ihn gerade besonders lobt? Seine Jubelgeste gefällt nämlich auch dem Hörgeräte-Unternehmer und 96-Boss. „Ich finde, ganz offen gesagt, auch seine Reaktion super“, sagt Martin Kind. „Sich die Ohren zuzuhalten, nichts sehen, nichts hören – einfach arbeiten und Tore schießen. Diese ganzen Kommentare muss man ausblenden – und das scheint er verstanden zu haben.“

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Die Kritik hatte Ducksch sich anhören müssen, weil er seine Chancen in mehreren Spielen leichtfertig vergab. Die Verballerei hat Punkte gekostet, die 96 aber jetzt dank der Ducksch-Treffer wieder aufzuholen scheint. Achtmal traf er, zwei Doppelpacks gelangen ihm in Serie beim 4:0 gegen Sandhausen und beim 2:1 in Darmstadt. Kind freut das „auch für Marvin Ducksch insbesondere. Er hat zwei super Tore geschossen.“ Ein doppeltes Super-Lob vom Boss.

Ducksch scheint mit Druck auf besondere Weise umgehen zu können. Anfang März 2020 hatte Kocak ihn suspendiert. Im Anschluss machte er alle der möglichen 24 Ligaspiele für 96 und schoss dabei 16 Tore. Der 26-Jährige hat seine schwache Herbst-Quote erstmal aufgehübscht.