03. Januar 2022 / 07:45 Uhr

Prämien statt Ablöse: So lief der Deal mit Union und so plant 96 mit Teuchert

Prämien statt Ablöse: So lief der Deal mit Union und so plant 96 mit Teuchert

Andreas Willeke und Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Zurück an alter Wirkungsstätte: Cedric Teuchert (links, im Gespräch mit Sebastian Kerk).
Zurück an alter Wirkungsstätte: Cedric Teuchert (links, im Gespräch mit Sebastian Kerk). © Florian Petrow
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Als eine "Entscheidung im Hinblick auf die nächsten Jahre" bezeichnet 96-Boss Kind die Rückkehr von Cedric Teuchert. Eine Ablöse ist nicht fällig geworden, vereinbart mit Union Berlin sind Erfolgsprämien. Mit dem 24-Jährigen ergeben sich in der Offensive einige neue Varianten.

Der 96-Sportchef hat Wort gehalten: „Das ist jetzt mal so aufgegangen, wie ich es im Kopf hatte“, sagt Marcus Mann. Am 2. Januar wollte der 37-Jährige eine Verpflichtung vermelden – und siehe da: Cedric Teuchert kehrt zurück. Es war aber knapp: Der 24-Jährige unterschrieb erst am Sonntagvormittag seinen bis Juni 2024 laufenden Vertrag. Eine Ablöse wird nicht fällig, allerdings müsste 96 Erfolgsprämien zahlen, falls die Mannschaft mal aufsteigen sollte.

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„Teucherts Verpflichtung ist schon eine Entscheidung im Hinblick auf die nächsten Jahre“, erklärt 96-Chef Martin Kind. Am Sonntagnachmittag war Teuchert beim ersten Training des Jahres dabei – als wäre er nie weggewesen. Er kam mit Sebastian Kerk, mit dem er in Nürnberg gespielt hat, und mit Linton Maina auf den Platz. Maina hatte ihm drei der sechs Tore vorgelegt, die Teuchert in der Saison 2019/20 für 96 erzielte. Damals war er von Schalke 04 ausgeliehen worden.

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Danach zog er nach Berlin zu Union. Erst war er gut dabei, dann nur mehr zweite Wahl. „Die letzten anderthalb Jahre in Berlin waren sportlich nicht immer leicht für mich, dennoch habe ich mich bei Union sehr wohl gefühlt“, teilt er mit.


Sportchef Mann begründete die Verpflichtung mit neuen Möglichkeiten für die Offensive. „Cedric ist zwar nicht die klassische Neun. Mit ihm wird unser Offensivspiel aber variabler, wir gewinnen Torgefahr dazu.“ Ein klassischer Stoßstürmer wäre im Winter schwer zu bekommen – oder viel zu teuer gewesen.

Eine taktische Möglichkeit wäre, Maximilian Beier in die Spitze zu stellen (statt Lukas Hinterseer und Hendrik Weydandt). Teuchert im 4-3-3 über außen oder im 4-2-3-1 hinter Beier aufzureihen. Die Offensive steht nun jedenfalls, mit vielerlei Optionen für den Trainer. „Er braucht keine lange Eingewöhnungszeit und ist auf verschiedenen Positionen einsetzbar“, sagt Christoph Dabrowski. „Ich sehe ihn in den Halbräumen im Zentrum.“