24. November 2020 / 08:36 Uhr

"Hatten ein gutes Gefühl": Hannover 96 gibt auch Co-Trainer Asif Saric Rätsel auf

"Hatten ein gutes Gefühl": Hannover 96 gibt auch Co-Trainer Asif Saric Rätsel auf

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Co-Trainer Asif Saric (links) wundert sich über die harmlose Offensive und naive Tore, die 96 kassiert.
Co-Trainer Asif Saric (links) wundert sich über die harmlose Offensive und naive Tore, die 96 kassiert. © imago images/Beautiful Sports
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Zum zweiten Mal stand Asif Saric bei einem Spiel von 96 in der Verantwortung - wie schon in Heidenheim vor einem Jahr gab es auch in Würzburg eine ernüchternde Niederlage. Der Co-Trainer wunderte sich unter anderem über naive Gegentore, obwohl in der Woche die Defensivarbeit Schwerpunkt im Training gewesen sei.

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Spiele im November unter seiner Leitung stehen augenscheinlich unter keinem guten Stern: Chancenlos war Hannover 96 am 10. November 2019, als es in Heidenheim eine 0:4-Klatsche setzte. In Spiel eins nach Mirko Slomka flog obendrein Marcel Franke mit Rot vom Platz, definitiv kein guter Tag für die Roten und Asif Saric, der gemeinsam mit Lars Barlemann als Interimstrainer fungierte.

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Nur unwesentlich besser lief es nun ein knappes Jahr später in Franken. Dieses Mal war zuvor kein Trainer entlassen, sondern Kenan Kocak "von der Hexe getroffen worden", wie es Sportdirektor Gerhard Zuber formulierte. Wieder übernahm Saric, dieses Mal mit Serhat Umar und Barlemann - wieder setzte es eine ernüchternde Niederlage. 1:2 bei Schlusslicht Würzburger Kickers, 96 dümpelt dem Tabellenkeller der 2. Bundesliga entgegen statt oben mitzumischen.

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Auch Saric, 55 Jahre alt, Spieler unter anderem in Bielefeld, Siegen, Paderborn und Wilhelmshaven, war hinterher ein Stück weit ratlos. "Offensiv fehlte uns überraschenderweise etwas. Das ist eine Frage, wo wir rätseln", gestand der Co-Trainer der Roten. Die erhoffte schnelle Flügelzange mit Kingsley Schindler und Patrick Twumasi blieb wirkungslos. "Für ihn war es schwer", sagte Saric über Twumasi. "Natürlich hat er seinen Teil nicht so gebracht, aber es war für ihn das erste Spiel ist und der Boden war schwer."

"Vier Einheiten, nach denen wir ein gutes Gefühl hatten"

Seit der Saison 2017/18 assistiert Saric den Chefs bei 96 - erst Breitenreiter, dann Doll und Slomka, jetzt Kocak. Er hat also schon einiges erlebt in Hannover, doch die Auswärtsschwäche kann auch er nicht wirklich erklären.


Offensiv lief nicht viel, aber auch defensiv passte es in Würzburg nicht. Dabei sei das in der Woche vor dem Spiel der Schwerpunkt im Training gewesen. "Umschalten nach Ballverlust, Gegenpressing, Fallen nach Ballverlust - das haben wir in vier Einheiten trainiert, nach denen wir ein gutes Gefühl hatten. Trotzdem ist es passiert, dass wir zu naive Tore gekriegt haben", ärgerte sich Saric.

Ist das Thema Aufstieg damit erledigt? "Große Abstände sind nicht da", sagte Saric nach dem Spiel in Würzburg. Das Thema sei erst einmal ein anderes: "Natürlich machen wir uns Gedanken, besonders über die Auswärtsspiele. Das müssen wir gut analysieren."