11. Januar 2022 / 13:18 Uhr

"Machen mehr, als nötig ist": So versucht 96, die Corona-Gefahr zu minimieren

"Machen mehr, als nötig ist": So versucht 96, die Corona-Gefahr zu minimieren

Andreas Willeke und Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
96-Stürmer
Hendrik Weydandt (links) begab sich nach einem Corona-Fall im Umfeld jüngst freiwillig in Quarantäne.
96-Stürmer Hendrik Weydandt (links) begab sich nach einem Corona-Fall im Umfeld jüngst freiwillig in Quarantäne. © Florian Petrow
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Im Abstiegskampf auf wichtige Spieler verzichten zu müssen, kann dramatische Folgen haben. Entsprechend versucht 96, die Corona-Gefahr zu minimieren. "Wir machen mehr, als nötig ist", sagt Coach Christoph Dabrowski, "aber man weiß nie."

Der erste Gegner von Hannover 96 am Freitag (18.30 Uhr) ist Hansa Rostock, die Roten sind auswärts an der Ostsee gefordert. Doch so gut sich die Mannschaft von Christoph Dabrowski auch vorbereitet: In der Pandemie steht jegliche Planung unter Vorbehalt. Denn auch die 2. Bundesliga hat einen neuen Mitspieler: Omikron.

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„Mit Corona kann das sehr schnell gehen“, warnt Sportchef Marcus Mann, „die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass uns auch mal vier oder fünf Spieler ausfallen werden.“ Mann schließt daraus: „Wir müssen alle Spieler auf Spannung halten, wir werden sie alle brauchen.“

Mehr über Hannover 96

Omikron schlägt im Profifußball zu. Die Bayern mussten am vergangenen Freitag mit einer Notelf gegen Mönchengladbach in die Rückrunde starten – und verloren prompt. Es ist so gut wie sicher, dass in den Vereinen weitere Fälle auftreten werden. Helfen dürfte den Klubs allerdings, dass Bund und Länder die Quarantäne- und Isolationszeiten verkürzen wollen.


Dabrowski sieht jedenfalls, „wie viele Hiobsbotschaften es rechts und links gibt“. Er weiß: „Es kann sich täglich verändern, man muss jederzeit mit irgendetwas rechnen.“ Der Trainer hofft, dass morgens nicht das Telefon klingelt, um ihm Corona-Ausfälle anzukündigen.

Hohe Booster-Quote im 96-Kader

Der 43-Jährige glaubt: „Wir machen mehr, als nötig ist“, um Infektionen zu verhindern. Tägliche Tests, ge­trenn­te Kabinen, Tragen von Masken, Ärzte sensibilisieren die Spieler. „Wir versuchen, alles zu tun – aber man weiß nie“, sagt der Trainer. Nach dem Spiel gegen Werder am vergangenen Samstag wurden die meisten 96-Spieler geboostert. „Die Quote ist sehr hoch, aber ein paar Spieler stehen noch aus“, er­klärt der Coach.

Die letzten Corona-Fälle: Torwart Martin Hansen ist infiziert und isoliert. Hendrik Weydandt hat sich nach einem Fall in seinem Umfeld selbst isoliert, ist seit Samstag aber freigetestet. Lukas Hinterseer hat sich Mitte De­zem­ber angesteckt und kommt nur langsam auf die Beine. Der Fall ähnelt dem von Valmir Sulejmani, der sieben Wochen brauchte, um wieder fit zu werden. „Tatsächlich fehlt Lukas länger als geplant“, gibt Mann zu. Am Montag immerhin trainierte er voll mit.

Der Spielplan von Hannover 96 in der Saison 2021/22 in der 2. Bundesliga

Der Spielplan von Hannover 96 in der Zweitliga-Saison 2021/22 in der Galerie - vom 1. bis zum 34. Spieltag. Zur Galerie
Der Spielplan von Hannover 96 in der Zweitliga-Saison 2021/22 in der Galerie - vom 1. bis zum 34. Spieltag. ©

Die Corona-Angst geht bei 96 um. Im Abstiegskampf auf wichtige Spieler verzichten zu müssen, kann dramatische Folgen haben. Da­brows­ki schließt daraus: „Wir müssen die Trainingsintensität hoch halten, alle müssen bereit sein.“