20. April 2020 / 19:35 Uhr

Daniel Royer: Vom 96-Flop zum James Bond von New York

Daniel Royer: Vom 96-Flop zum James Bond von New York

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Daniel Royer spielte nach Hannover 96 noch für den 1. FC Köln, Austria Wien und den FC Midtjylland. Doch erst in New York kam auch der Erfolg.
Daniel Royer spielte nach Hannover 96 noch für den 1. FC Köln, Austria Wien und den FC Midtjylland. Doch erst in New York kam auch der Erfolg. © imago images/Icon SMI / Instagram
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In Deutschland gefloppt, in den USA ein echter Hit. Daniel Royer konnte in der Zeit bei Hannover 96 und dem 1. FC Köln sein Talent nicht unter Beweis stellen. Bei den New York Red Bulls ist er aber Stamm- und Starspieler.

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In Hannover konnte er nicht für Furore sorgen, dafür glänzt er jetzt bei den New York Red Bulls. Daniel Royer (29) galt einst als großes Fußball-Talent in Österreich, doch davon konnte er in Deutschland nur wenig zeigen. Im Sommer 2011 wechselte der Stürmer für 600 Tausend Euro vom SV Ried zu 96, absolvierte nur drei Partien für die Profis, elf für die Reserve und wurde in der darauffolgenden Saison zum 1. FC Köln verliehen. Auch dort gelang ihm der große Durchbruch nicht. 96 verkaufte ihn zurück in seine Heimat zu Austria Wien.

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Das Fußballspielen lernte der Ex-Hannoveraner beim FC Schladming. Die Stadt in der Steiermark hat knapp 7000 Einwohner. Seit 2016 mischt Royer aber eine City mit mehr als acht Millionen Einwohnern auf. In New York scheint der 29-Jährige seine sportliche Heimat gefunden zu haben. In der letzten MLS-Saison traf er ganze elf Mal für die Red Bulls und legte acht weitere Tore auf.

Daniel Royer (rechts) wurde 2011 bei Hannover 96 vorgestellt. Neben ihm steht der damalige 96-Trainer Mirko Slomka.
Daniel Royer (rechts) wurde 2011 bei Hannover 96 vorgestellt. Neben ihm steht der damalige 96-Trainer Mirko Slomka. © imago images/Rust

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Bond-Vergleiche in New York

Der Fußball in den Vereinigten Staaten sei zwar etwas anders als in Europa, jedoch "fühle ich mich pudelwohl und habe noch lange Vertrag. Die Liga ist sehr physisch und verbessert sich jährlich. Sie ist auf einem guten Weg", sagte er dem österreichischen Medium Ennstal TV in einem Gespräch.

Pudelwohl fühlt sich Royer sicherlich auch, weil er mit einer ganz besonderen Filmfigur verglichen wird: James Bond. Wegen seiner Trikotnummer 77 und seiner Treffsicherheit hängen die New Yorker Fans immer wieder 0077-Plakate an die Stadionwände.

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Ob in Hannover geboren, als Talent verpflichtet oder Stammkraft im 96-Nachwuchs: Diese Talente schafften ihren Durchbruch nicht bei 96 und verdienen jetzt woanders mit dem Fußball ihr Geld.

Niko Gießelmann: Der linke Verteidiger wurde 1991 in Hannover geboren. Mit 15 Jahren wechselte er von der SC Langenhagen zu Hannover 96. Dort war er sechs Jahre aktiv, lief in der Reserve der Roten 74 Mal auf (15 Tore, 5 Vorlagen). Mit den Profis auf dem Feld zu stehen, war ihm nicht vergönnt. 2013 wechselte er zu Greuther Fürth, absolvierte 132 Spiele im Kleeblatt-Dress und ist über Fortuna Düsseldorf mittlerweile beim 1. FC Union Berlin gelandet. Zur Galerie
Niko Gießelmann: Der linke Verteidiger wurde 1991 in Hannover geboren. Mit 15 Jahren wechselte er von der SC Langenhagen zu Hannover 96. Dort war er sechs Jahre aktiv, lief in der Reserve der "Roten" 74 Mal auf (15 Tore, 5 Vorlagen). Mit den Profis auf dem Feld zu stehen, war ihm nicht vergönnt. 2013 wechselte er zu Greuther Fürth, absolvierte 132 Spiele im "Kleeblatt"-Dress und ist über Fortuna Düsseldorf mittlerweile beim 1. FC Union Berlin gelandet. ©

"Möchte einmal den MLS-Cup gewinnen"

Ein Held ist Royer allerdings nur in New York. Die letzte Berufung in die Nationalmannschaft liegt bereits neun Jahre zurück. Warum er jetzt kein Thema mehr für das ÖFB-Team ist, weiß er selbst nicht. "Ich kann das nicht entscheiden, ich kann nur probieren, es durch die täglich Arbeit und meine Leistungen zu beeinflussen."

Für die Zukunft wünscht sich Royer noch viele erfolgreiche Jahre im Big Apple, er hat nämlich ein großes Ziel vor Augen. "Ich möchte einmal den MLS-Cup gewinnen, das größte was man in den USA gewinnen kann", erklärt er. Ambitioniert, aber wer hätte gedacht, dass Royer einmal der James Bond von New York sein wird?

nis