21. Juli 2021 / 12:34 Uhr

"Das ist eine Option": Zimmermann prüft 96-Doppelsechs mit Ernst und Kaiser

"Das ist eine Option": Zimmermann prüft 96-Doppelsechs mit Ernst und Kaiser

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Sebastian Ernst (links) und Dominik Kaiser: In Bremen Seite an Seite im defensiven Mittelfeld?
Sebastian Ernst (links) und Dominik Kaiser: In Bremen Seite an Seite im defensiven Mittelfeld? © Florian Petrow
Anzeige

Der gewünschte neue Sechser ist nicht in Sicht, das Defensivverhalten ein Problem. Jan Zimmermann erwägt einen Systemwechsel mit Sebastian Ernst und Dominik Kaiser als Doppelsechs. "Das ist eine Stabilität, die wir vielleicht ein bisschen mehr brauchen. Das ist eine Option", sagt der 96-Trainer.

Das Abwehrverhalten bei Ballverlusten ist wenige Tage vor dem Saisonstart in Bremen die wohl größte Baustelle von Hannover 96. Und das beginnt natürlich nicht erst in der Viererkette oder beim Sechser. "Da kannst du Javi Martínez in seiner besten Form hinstellen - auch der kriegt das nicht zugestellt", spitzte Sportdirektor Marcus Mann nach dem 2:4 gegen Magdeburg das große 96-Problem zu.

Anzeige

Richtig ist aber auch, dass das defensive Mittelfeld gleichwohl eine weitere Baustelle der Roten ist. Trainer Jan Zimmermann möchte mit einem zentral-defensiven sogenannten Sechser und zwei Spielern davor auf den Halbpositionen (Achter) agieren lassen. Im aktuellen Kader fehlt allerdings ein Spieler, der die hintere Position ideal besetzen kann - der müsste erst noch geholt werden.

Mehr über Hannover 96

Ein Kandidat ist nach wie vor Orestis Kiomourtzoglou. Mit dem früheren deutschen U21-Nationalspieler von Heracles Almelo käme 96 zwar klar, aber nicht mit dem holländischen Klub. Dessen Ablöseforderung will 96 nicht erfüllen. "Wir beobachten ihn", sagt Mann, "aber er ist nicht die einzige Variante."

Dass in Bremen schon ein neuer defensiver Mittelfeldspieler abräumt, scheint sehr unwahrscheinlich. Zimmermann überlegt deshalb, zur besseren Absicherung einen zweiten Sechser aufzubieten. So trainierten Dominik Kaiser und Sebastian Ernst am Dienstag auch mal gemeinsam im hinteren Mittelfeld. "Das ist eine Stabilität, die wir vielleicht ein bisschen mehr brauchen. Das ist eine Option", bestätigt der Coach.

Ein Abrücken vom geplanten 4-3-3 auf ein 4-2-3-1 bietet sich an. "Wir müssen gucken, wie weit wir sind mit dem, was wir uns erarbeiten wollten", sagt Zimmermann. "Jetzt geht es darum, die Probierphase zu beenden und Ergebnisse holen zu wollen. Deswegen müssen wir gucken: Was ist der Stand jetzt fürs Wochenende?"