05. April 2022 / 19:07 Uhr

„Delle“ gegen Aue reparieren: 96-Coach Dabrowski auf der Suche nach dem richtigen Personal

„Delle“ gegen Aue reparieren: 96-Coach Dabrowski auf der Suche nach dem richtigen Personal

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Wird vom Platz gefahren: Moussa Doumbouya am Dienstag beim Training. 
Wird vom Platz gefahren: Moussa Doumbouya am Dienstag beim Training.  © Florian Petrow
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„Wir haben eine Delle drin“, sagt 96-Coach Dabrowski mit Blick auf die letzten Spiele. Er warnt vor dem nächsten Zermürbungskampf in Aue – und sucht das richtige Personal dafür. Alle Spieler sind fit, einzig bei Moussa Doumbouya könnte sich das am Dienstag geändert haben.

Die Zeiten, in denen Christoph Dabrowski sich mit seiner Mannschaft „auf einem guten Weg“ wähnte, sind vorbei. Tatsächlich scheint der 96-Trainer mit seinen Spielern auf dem Holzweg zu sein. Inklusive Pokalpleite gegen Leipzig hat 96 viermal verloren und nur einmal Unentschieden gespielt. Bei dem Punktgewinn durfte 96 dann allerdings eine Stunde lang mit 11 gegen 10 spielen. „Nach der Roten Karte erwartet jeder im Stadion, dass wir so eine Mannschaft dann in Grund und Boden spielen und aus dem Stadion schießen“, meint Dabrowski. „Das ist dann der Druck, der auf einer Mannschaft lastet, die unbedingt gewinnen will und muss.“ 

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An der Einstellung der Spieler habe es nicht gelegen, sagt Dabrowski. Die Laufwerte seien „im normalen Bereich“ gewesen. „Daran sehe ich, dass die Bereitschaft da war.“ Seine Pannenanalyse: „Mit mehr Entschlossenheit und Präzision in der letzten Aktion, in der Entscheidungsfindung, im letzten Pass wären wir in der Lage gewesen, noch ein Tor zu machen“, behauptet der Coach. Hätte, wenn und aber – irgendwann sind Entschuldigungen nicht mehr glaubwürdig, reichen Erklärungen nicht mehr aus. Dann müssen Punkte her.

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Von den souveränen Siegen und Leistungen gegen St. Pauli (3:0) und Kiel (2:0) ist 96 zurzeit weit entfernt. Bleiben Trainerplattitüden wie: „Die Situation ist, wie sie ist, die muss man annehmen.“ Was auch sonst. Da nur leider kein Paketdienst an der Tür klingelt und 96 die Punkte nur anzunehmen braucht, sollten Lösungen gefunden werden.

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In Aue erwarte die Mannschaft „ein wildes Spiel“, sagt der Trainer. „Wir versuchen es wieder. Die Chance ist, mit einem Sieg, egal wie er zustande kommt, wieder Leichtigkeit reinzubekommen.“

Chance für Doumbouya schon wieder dahin?

Dabrowski gibt zu, mit seiner Mannschaft vom guten Weg abgekommen zu sein. „Wir haben eine Delle drin“, sagt er. „Es geht darum, das zu drehen.“ Dazu habe man jede Woche aufs Neue die Chance. Es geht aber auch darum, die richtige Aufstellung zu finden. Dazu hat Dabrowski in dieser Woche die größtmögliche Auswahl. 24 Spieler trainierten gestern. Auch die U23-Stürmer Moussa Doumbouya und Mick Gudra durften wieder mitmachen.

Gegen Regensburg kam Doumbouya zu einem Kurzeinsatz. Beim Übungsspiel traf ihn am Dienstag Verteidiger Luka Krajnc nach einer Flanke am rechten Fuß. „War gut verteidigt, keine Absicht“, meint Trainer Christoph Dabrowski. Doumbouya war allerdings am Boden zerstört und musste in die Kabine gefahren werden. Der Stürmer fürchtet, dass die neue Chance, die sich ihm bei den Profis eröffnet, durch eine Verletzung schon wieder geplatzt sein könnte.