27. Mai 2019 / 09:28 Uhr

"Lizenz ist gesichert": So wollen Kind und Rossmann die DFL-Auflagen für 96 erfüllen

"Lizenz ist gesichert": So wollen Kind und Rossmann die DFL-Auflagen für 96 erfüllen

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die 96-Gesellschafter Dirk Roßmann (links) und Martin Kind.
Die 96-Gesellschafter Dirk Roßmann (links) und Martin Kind. © imago images
Anzeige

Es scheint bei Hannover 96 aktuell so, als gebe es nur offene Baustellen. Eine dürfte sich zeitnah schließen - die Lizenz für die 2. Bundesliga ist laut Profichef Martin Kind gesichert. 

Anzeige
Anzeige

Sportlich gibt es vor dem Trainingsstart heute in drei Wochen fast nur Fragen. Wer kommt, wer bleibt – wer weiß das schon. Aber zumindest die Basis ist gelegt – „die Lizenz ist gesichert“, sagt Martin Kind. Hannover 96 wird laut dem Profi-Geschäftsführer die Auflagen der DFL fristgerecht bis Ende Mai erfüllen – und die geforderte Liquidität nachweisen.

„Wir haben die Unterlagen fertiggestellt und werden sie bis zum 29. Mai einreichen“, bestätigt Kind und stellt klar: „Wir werden doch nicht die Lizenz gefährden.“ Nach SPORTBUZZER-Infos schließen Kind und der Mitgesellschafter Dirk Roßmann die Finanzlücke mit einer Bürgschaft – kein Problem für die Multimillionäre.

Hannover 96 und die Ära Martin Kind. Ein Rückblick.

In einer dramatischen und turbulenten Mitgliederversammlung am 26. September 1997 im Wülfeler Biergarten übernahm der Hörgeräte-Unternehmer Martin Kind von Utz Claassen (war mit Personenschützer gekommen) das Ruder bei 96 und führte den Verein (bis auf kurze Zeit, in der Götz von Fromberg die Ge­schi­cke von 96 leitete) durch Höhen und Tiefen. Erst in den letzten drei Jahren wurde es wieder richtig turbulent. Zur Galerie
In einer dramatischen und turbulenten Mitgliederversammlung am 26. September 1997 im Wülfeler Biergarten übernahm der Hörgeräte-Unternehmer Martin Kind von Utz Claassen (war mit Personenschützer gekommen) das Ruder bei 96 und führte den Verein (bis auf kurze Zeit, in der Götz von Fromberg die Ge­schi­cke von 96 leitete) durch Höhen und Tiefen. Erst in den letzten drei Jahren wurde es wieder richtig turbulent. ©
Anzeige

Finanzlücke über Bürgschaft geschlossen

Das Loch in der Planung entstand, weil die neuerliche Abstiegssaison mit einem Minus von 18 Millionen Euro enden wird. Spielerverkäufe sind eine Möglichkeit, die Kasse zu füllen. Aber Berichte, dass die DFL 96 Transfereinnahmen verordnet hat, dementierte Kind. „Wie wir die Liquidität nachweisen, ist allein unsere Entscheidung.“ Jetzt löst Kind das Flüssigkeitsproblem in der Kasse über den Weg der Bürgschaft.

Spielerverkäufe sind aber dennoch notwendig, um wieder einkaufen gehen zu können. Zehn bis zwölf neue Spieler müssen schließlich verpflichtet werden, um konkurrenzfähig zu sein.

Mehr zu Hannover 96

96-Lieblingsvariante: Anton bleibt, Duo weg

Für Niclas Füllkrug (6,5 Millionen Euro aus Bremen) und Ihlas Bebou (10 Millionen aus Hoffenheim) floss etwa die Hälfte des benötigten Kleingelds in die Kasse. Etwa 15 Millionen Euro fehlen aber noch für den Neuaufbau der Mannschaft. Und es gibt nicht viele Kandidaten, die Geld einbringen können. Als da sind: Waldemar Anton, Genki Haraguchi und Walace.

Die Lieblingsvariante: Anton, der weg will, wird zum Bleiben überredet – und Haraguchi und Walace werden abgegeben. Sowohl der Japaner (8,5 Millionen Euro) als auch der Brasilianer (30 Millionen) besitzen Ausstiegsklauseln. Doch bei beiden Profis gilt: Die Klauseln gehören in den Papierkorb – die festgeschriebenen Summen sind Fantasiepreise, die kein Verein bezahlen wird für einen Absteiger.

Im Fall von Walace sogar für einen Spieler, der zweimal in zwei Jahren aus der Bundesliga abgestiegen ist. Erst mit dem HSV, dann mit Hannover. Für den Brasilianer überwies 96 vor einem Jahr 6 Millionen Euro nach Hamburg. Der aktuelle Marktwert von Walace liegt bei 10 Millionen Euro. 96 wäre glücklich, wenn ein Klub die Summe überweisen würde.

Wenn am Wochenende Saisonstart wäre: Das ist der aktuelle 96-Kader.

Torwart: Ron-Robert Zieler Zur Galerie
Torwart: Ron-Robert Zieler ©

Walace in Brasilien, kein Interessent für Haraguchi

Walace urlaubt in Brasilien, postet Bilder von Schampusgläsern und Bierflaschen. Um die Klubsuche kümmert sich sein Berater. Hoffnung gibt es, dass Benfica Lissabon oder Fenerbace Istanbul zugreifen könnten.

Für Haraguchi ist kein Interessent bekannt. Damit spielt doch Anton eine wichtige Rolle im 96-Monopoly. Interessenten haben sich nicht geoutet, aber wenn einer mindestens 10 Millionen Euro zahlt, wird der 22-Jährige wohl doch verkauft.

Hilf uns, dem Amateurfußball zu helfen. Trage Dich auf gabfaf.de/supporter kostenlos als Supporter ein.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Hannover
Sport aus aller Welt