08. Mai 2020 / 07:50 Uhr

Hannover 96: Die wichtigsten Fragen vor dem Wiederanpfiff der zweiten Liga

Hannover 96: Die wichtigsten Fragen vor dem Wiederanpfiff der zweiten Liga

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hannover 96 bekommt es im ersten Spiel nach der Corona-Zwangspause mit Dynamo Dresden zu tun. 
Hannover 96 bekommt es im ersten Spiel nach der Corona-Zwangspause mit Dynamo Dresden zu tun.  © imago images/Hentschel
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Nach den Volksvertretern konferierten am Donnerstag die Fußballpolitiker und legten fest, wie der Ball zu laufen hat. Für 96 saß Profichef Martin Kind mit Anwalt Reinhold Voglsang und Frank Baumgarte, dem Kaufmännischen Leiter, zwei Stunden lang vor dem Videoschirm. „Keiner weiß, wie es genau ablaufen wird, ein Risiko bleibt bestehen“, meint Kind zum Fußball in Zeiten der Corona-Krise. „Es ist ein Kaltstart im Neuland“. Ein Blick auf die wichtigsten Fragen vor dem Wiederanpfiff der zweiten Liga.

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Wann spielt 96 wieder?

Am Sonntag, den 17. Mai, wird das Geister-Heimspiel gegen Dresden um 13.30 Uhr angepfiffen. Das entspricht der Ansetzung vor der Unterbrechung, die Partie sollte am 15. März ausgetragen werden. „Ich finde gut, dass wir da aufsetzen, wo wir aufgehört haben“, meint Kind. Testspiele gibt es zuvor nicht. Die Termine für die nächsten Partien sollen am Freitag bekanntgegeben werden. Weiter geht es dann aber wie geplant in Osnabrück.

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Wann endet die Saison?

Der letzte Spieltag ist für Sonntag, den 28. Juni, angesetzt. Am 30. Juni laufen bei 96 elf Verträge aus, rechtliche Probleme können so vermieden werden. Um die neun ausstehenden Geisterspiele bis Ende Juni durchzuziehen, sind zwei Englische Wochen vorgesehen.

Das sind die restlichen Spiele von Hannover 96 in der Saison 2019/20 in der 2. Bundesliga nach der Corona-Zwangspause:

28. Spieltag (Mittwoch, 27. Mai, 18.30 Uhr): Karlsruher SC (H) Zur Galerie
28. Spieltag (Mittwoch, 27. Mai, 18.30 Uhr): Karlsruher SC (H) ©

Wo können Fans die 96-Spiele sehen?

Das Dresden-Spiel läuft frei empfangbar bei Sky Sport News, allerdings nicht als Einzelspiel. Sollte die Partie in Osnabrück am Sonntag angesetzt werden, ist sie ebenfalls in der Konferenz zu sehen. Ansonsten läuft alles im Pay-TV bei Sky.

Wann schottet sich die Mannschaft im Hotel ab?

„Wahrscheinlich schon am Sonntag oder Montag“, erklärt Kind. Das DFL-Konzept schreibt vor, dass jede Mannschaft mindestens in ein siebentägiges Trainingslager gehen muss vor dem ersten Spiel. Profis, Trainer und Betreuer sind für eine Woche von ihren Familien und Partnern getrennt. Inzwischen ist klar, dass das komplette 96-Team am Montag ins Mariott Courtyard am Maschsee zieht und so die Auflagen des Hygienekonzepts der DFL erfüllt.

In welches Hotel zieht 96?

„Es wird wahrscheinlich das Courtyard am Maschsee“, sagt Kind. Sein Kokenhof in Burgwedel käme auch in Betracht. Am Freitag soll eine Entscheidung fallen, „es gibt verschiedene Ansätze“, sagt Kind.

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Bleibt die Mannschaft bis zum Saisonende in Quarantäne?

Nein, nach dem ersten Spiel gegen Dresden dürfen alle wieder nach Hause. Allerdings sollen dann bis zur jeweils nächsten Partie jeweils zwei Test-Abstriche pro Spieler genommen werden. Gibt es positive Befunde, entscheidet das Gesundheitsamt, wer alles in Quarantäne geschickt wird. Solange 13 gesunde Spieler zur Verfügung stehen, muss 96 wie jede Mannschaft antreten. Trainer Kenan Kocak und Sportchef Gerhard Zuber sind laut Kind dabei ab sofort besonders gefordert. „Sie müssen immer ganz nah dran sein an den Spielern und permanent kontrollieren, dass die Vorschriften eingehalten werden.“ Denn, so Kind: „Es bleibt eine Gratwanderung für alle, Politiker, Bundesliga und Vereine.“

DFL-Chef Christian Seifert hat die Organisation zur „Chefsache“ bei den Vereinen erklärt. Wie läuft das bei 96?

„Die Verantwortung nehme ich an“, sagt Kind, „das ist formaljuristisch so und auch mein Selbstverständnis.“ 96 hat eine Task-Force gegründet, mit Beauftragten etwa für Hygiene und Stadion, die koordiniert arbeiten. Kurios: Die Anfahrt zu Spielen und Training soll offenbar in zwei Bussen erfolgen, um den Abstand einzuhalten. Wenig später drängeln sich alle dicht an dicht im Strafraum.