11. Januar 2020 / 10:12 Uhr

Doppel-Test am Wochenende: 96-Trainer Kocak erwartet "bestimmte Prinzipien"

Doppel-Test am Wochenende: 96-Trainer Kocak erwartet "bestimmte Prinzipien"

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Will alles im Griff behalten: 96-Trainer Kenan Kocak.
Will alles im Griff behalten: 96-Trainer Kenan Kocak. © (c) Copyright 2019, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Bei Hannover 96 geht die Vorbereitung in die Vollen: Am Wochenende stehen gleich zwei Testspiele gegen Bundesligisten an. Gegen den SC Paderborn und Werder Bremen möchte Trainer Kenan Kocak "bestimmte Prinzipien sehen" - und wird auf große Wechselspiele in den einzelnen Partien verzichten.

Kenan Kocak ließ es am Freitag taktischer angehen im Training. Die Spieler mussten nicht mehr sprinten oder lange laufen: Kocak gab vor, wo die Spieler langlaufen sollen. Ab Samstag testet der Trainer die Laufwege im Ernstfall, mit richtig guten Gegnern. Das Testprogramm ist erstklassig, heute spielt 96 im Stadion an der Eilenriede gegen den SC Paderborn (ab 13 Uhr im SPORTBUZZER-Liveticker). Am Sonntag auf Platz 11 bei Werder Bremen (ab 13 Uhr) sind keine Zuschauer zugelassen.

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Zwei Teams für zwei Spiele

Kocak wählt zwei Teams für die Spiele aus, er wechselt nicht in der Pause durch wie viele Trainerkollegen, sondern zieht es jeweils mit den Formationen durch. Zugespitzt formuliert beginnt Kocak gegen Paderborn mit einer Talente-Show, angeführt von den zwei Marvins, Bakalorz und Ducksch. In Bremen fährt 96 mit einer eher Werder-typischen Mittelfeldraute auf.

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Ron-Robert Zieler (61,9 Prozent)  ©

"Die Aktionen müssen von den Spielern kommen"

Als A-Elf-Kandidat darf sich noch kein Profi fühlen. Kocak würde „jedem Spieler raten, die Testspiele ernst zu nehmen. Ich kann nur reagieren, die Aktionen müssen von den Spielern kommen.“ Garantien gibt es keine. Der Trainer probiert alles aus. In Bremen wird er zum ersten Mal sehen, wie sich Cedric Teuchert als Stürmer macht. Teuchert galt bei Kocak als gesetzt, bevor sich der Spieler das Jochbein brach. Der 96-Trainer hat den geliehenen Schalker unter seiner Führung noch nie spielen sehen.

Ebenfalls interessant in der Elf, die in Bremen spielen soll: Jannes Horn soll neben Waldemar Anton als Innenverteidiger in der Viererkette spielen. In der Mittelfeldraute wechselten beim Freitagstraining Genki Haraguchi, Marc Stendera, Edgar Prib und U19-Talent Mick Grudra die Positionen. Gut möglich, dass Gudra den Platz besetzt hielt für Linton Maina, der nach der Magen-Darm-Pause vielleicht am Wochenende mittesten soll. „Maina soll dazustoßen, wenn er gesund ist, spielt er“, erklärte Kocak.

Mehr über Hannover 96

Kocak möchte "bestimmte Prinzipien sehen"

Zwei Härtests gegen Bundesligisten im ersten Teil der Vorbereitung ergeben auch konditionell Sinn. Nach der harten Trainingswoche sind die Duelle gegen erstklassige Gegner intensiver, auch wenn es sich bei Paderborn um den Letzten und bei Bremen um den Vorletzten der Bundesliga-Tabelle handelt. Kocak möchte „bestimmte Prinzipien sehen und Abläufe“, die er im Training geübt hat.

Jung und Felipe kehren zurück

Gegen Paderborn haben am Samstag auch zwei Talente Heimspiel in der Eilenriede. Verteidiger Tim Walbrecht darf sich als defensiver Mittelfeldspieler versuchen, U19-Stürmer Simon Stehle sein Tempo auf der rechten Seite ausspielen. Hinter Stehle bewacht Sebastian Jung nach seinen Verletzungen wieder die rechte Defensivseite und wird – so Kocaks Plan – auch offensiv mehrfach zu sehen sein. Ebenfalls heute wieder zurück: der ewige Felipe. Ihn hatte Kocak wegen eines Rippenknorpelbruchs im St.-Pauli-Spiel ersetzen müssen.


Bilder vom Training von Hannover 96 (10. Januar):

Kämpft mit der Sicht: Waldemar Anton. Zur Galerie
Kämpft mit der Sicht: Waldemar Anton. ©

Am Samstag ist der Brasilianer zurück und darf sich sofort beweisen gegen einen prominenten Neuen bei den Gegnern. Dennis Srbeny kehrte aus der Premier League (Norwich) zurück nach Paderborn, vor zwei Jahren hatte Srbeny in der Drittliga-Hinrunde 15-mal getroffen, bevor er nach England ging. Jetzt feiert er sein Debüt.

Bei 96 werden die Fans im Eilenriedestadion nur bekannte Gesichter erkennen. Eine Karte kostet 5 Euro, die Kassen öffnen um 11 Uhr.