22. März 2022 / 13:28 Uhr

„Immer selbstbewusster geworden“: Wie Tim Walbrecht sein Zweitligadebüt erlebt hat

„Immer selbstbewusster geworden“: Wie Tim Walbrecht sein Zweitligadebüt erlebt hat

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
96-Eigengewächs Tim Walbrecht hat auf Schalke ein gelungenes Zweitligadebüt gegeben.
96-Eigengewächs Tim Walbrecht hat auf Schalke ein gelungenes Zweitligadebüt gegeben. © IMAGO/Revierfoto
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Im Pokal gegen Leipzig hatte er schon ein paar Minuten hineinschnuppern dürfen, auf Schalke gab Tim Walbrecht nun sein Zweitligadebüt – vor über 55.000 Zuschauern und fast über die volle Spielzeit. „Ich bin immer selbstbewusster geworden“, blickt das 96-Eigengewächs zurück.

Elf Minuten lang schnupperte Tim Walbrecht Anfang des Monats schon einmal Profiluft, als im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen RB Leipzig (0:4) die Messe freilich längst gelesen war und er nur zu fünf Zweikämpfen kam, die er immerhin allesamt für sich entschied. Das Ganze erfuhr auf Schalke nun eine rasante Steigerung: Das Eigengewächs stand bei der 1:2-Niederlage von Beginn an und nicht weniger als 85 Minuten auf dem Feld, ehe 96-Coach Christoph Dabrowski mit Sebastian Stolze noch einen schnellen Flügelspieler für ihn für die Schlussoffensive brachte.

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Diese blieb zwar aus und die Roten kehrten mit leeren Händen aus Gelsenkirchen zurück - doch dem 20-Jährigens bleiben vor allem gute Erinnerungen an sein Debüt in der 2. Bundesliga. „Mit einem Sieg wäre es ein perfekter Tag gewesen“, blickt der gebürtige Celle, der im Sommer 2013 vom JFC Allertal gekommen ist, zurück. „So liegt jetzt ein kleiner Schatten darauf.“

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Zum gelungenen Debüt kam Walbrecht, weil sein Trainer, den er gut aus der Reserve kennt, in Gelsenkirchen mit einer Dreierkette agieren wollte und Luka Krajnc nach seiner Corona-Zwangspause noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte war. Blieb neben den erfahrenen Marcel Franke und Julian Börner nur Youngster Walbrecht. „Sie sind auf mich zugekommen und meinten, dass sie vollstes Vertrauen in mich haben“, so der Debütant. „Neben ihnen zu spielen, gibt einem schon Sicherheit.“

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Und durch seine eigene Leistung verschaffte er sich auf dem Feld schnell selbst weitere. Zwar verursachte Walbrecht früh unnötig einen Eckball, „dann war ich aber schnell gut im Spiel und habe das Außenrum ausgeblendet. Als ich gemerkt habe, dass es klappt, dass ich mithalten kann und Zweikämpfe gewonnen habe, bin ich immer selbstbewusster geworden.“ Der zentrale Mann in der Dreierkette half dabei, Simon Terodde in Schach zu halten. Vollständig abmelden konnten die Roten Schalkes Torjäger zwar nicht, doch sein 20. Saisontor blieb ihm verwehrt.