03. Oktober 2020 / 15:25 Uhr

96-Meinung: Der 4:1-Derbysieg war sogar noch zu wenig - das war ein Klassenunterschied!

96-Meinung: Der 4:1-Derbysieg war sogar noch zu wenig - das war ein Klassenunterschied!

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Linton Maina jubelt mit Hendrik Weydandt über seinen Treffer gegen Eintracht Braunschweig.
Linton Maina jubelt mit Hendrik Weydandt über seinen Treffer gegen Eintracht Braunschweig. © Cathrin Mueller/Getty Images
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Oh, wie ist das schön! Das war das beste Fußballerlebnis des Jahres in Hannover, findet SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Willeke. Der deutliche Derbysieg gegen Braunschweig unterstreicht die Aufstiegsambitionen von 96. Erstmal darf aber gefeiert werden.

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Da kann man ruhig mal ins oberste Regal greifen - das war das schönste Fußballerlebnis des Jahres in Hannover. Derby gewonnen und endlich wieder Stimmung im Stadion, die Spieler machen die Welle vor der Kurve - mehr geht nicht nach den ach so vielen stillen Corona-Kicks. „Derbysieg, Derbysieg,“ und „Oh, wie ist das schön“, das hörte sich nach deutlich mehr Fans an als die 7300, die tatsächlich in der HDi-Arena zuschauten. 

Das 4:1 spiegelte dann nicht mal den Klassenunterschied wider, der sich über die kompletten 90 Minuten zeigte. Braunschweig war spielerisch brutal unterlegen - führte aber plötzlich durch einen Glücksschuss mit 1:0. Das wäre des Witz des Jahres gewesen, wenn die limitierte Eintracht dieses Derby gewonnen hätten.

Bilder zum Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig

Derby-Feuer: Marvin Ducksch und Benjamin Kessel geigen sich die Meinung, der Vierte Offizielle versucht zu schlichten. Zur Galerie
Derby-Feuer: Marvin Ducksch und Benjamin Kessel geigen sich die Meinung, der Vierte Offizielle versucht zu schlichten. ©

Damals feierte Weydandt Füllkrug - jetzt feiern die Fans ihn

Letztlich war es aber nur der Startschuss für 96, die Dominanz in Tore umzuwandeln. Die Mannschaft zeigte dabei die noch in Osnabrück von Trainer Kenan Kocak vermisste Comeback-Mentalität. Sie überstand die mentale Drucksituation. Linton Maina und dann Hendrik Weydandt - sein herrlicher Treffer zum 2:1 steht in der Nachfolge von Niclas Füllkrug, der den letzten Derbysieg vor drei Jahren sicherstellte. Niklas Hult und Genki Haraguchi legten noch was drauf. (zum Spielbericht)

Damals stand Weydandt in der Nordkurve und feierte Füllkrug mit - jetzt feierten die Fans verdientermaßen ihn. Derbysieger und solche Tore bleiben für immer, sie werden nicht vergessen wie Siegtreffer gegen Würzburg oder Karlsruhe. (zur 96-Einzelkritik)

96 unterstreicht Aufstiegsambitionen

Nebenbei hat 96 durch diesen hoch verdienten Erfolg die Ambitionen unterstrichen, oben mitzuspielen um den Aufstieg. Wenn jetzt noch ein weiterer Innenverteidiger dazukommt, um mehr Sicherheit bei Standards in die Abwehr zu bekommen, dann sollte 96 gut gerüstet sein für die nächsten Monate. Aber jetzt darf erstmal gefeiert werden.