07. Februar 2021 / 20:38 Uhr

Mitarbeiter des AWO-Fanprojekts öffnet die Türen: BTSV erklärt Fanversammlung vor Derby gegen 96

Mitarbeiter des AWO-Fanprojekts öffnet die Türen: BTSV erklärt Fanversammlung vor Derby gegen 96

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Anfeuern im Stadion: Rund 200 Braunschweiger Anhänger versammelten sich vor der Südkurve, um zur Mannschaft zu sprechen. 
Anfeuern im Stadion: Rund 200 Braunschweiger Anhänger versammelten sich vor der Südkurve, um zur Mannschaft zu sprechen.  © privat (Video)
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Im Vorfeld des Derbys zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 verschafften sich zahlreiche BTSV-Fans Zugang zum Stadion und feuerten ihre Mannschaft an. Doch wie war das in Corona-Zeiten überhaupt möglich? Die Braunschweiger bezogen in einer Pressemitteilung am Sonntag Stellung und erklärten die Vorkommnisse.

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Vor dem Derby zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 machte ein Video die Runde, das rund 200 BTSV-Anhänger zeigte, die sich unerlaubt Zugang zum Eintracht-Stadion verschafften, um ihre Mannschaft auf das Duell mit dem Nachbarn einzuschwören. Dabei wurden sämtliche Corona-Regeln missachtet.

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Die Verantwortlichen der Braunschweiger distanzierten sich im Anschluss sofort von den Vorkommnissen, wussten aber nicht, wie die Situation überhaupt zustande kommen konnte - bis zum heutigen Sonntag. In einer Pressemitteilung erläuterte Wolfram Benz, kaufmännischer Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung bei Eintracht Braunschweig, die Geschehnisse.

Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig: Die Geschichte des Derbys in Bildern

Wenn man Hannoveraner und Braunschweiger nach den Derbys ihrer Fußballvereine fragt, dann lautet die Antwort meist: Es gibt nur eines! Gemeint ist das Niedersachsen-Derby, Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig. Treffen diese Vereine aufeinander, dann brennt es auf und neben dem Platz. Wir werfen einen Blick auf die bewegte Geschichte dieses großen Fußballderbys. Zur Galerie
Wenn man Hannoveraner und Braunschweiger nach den Derbys ihrer Fußballvereine fragt, dann lautet die Antwort meist: "Es gibt nur eines!" Gemeint ist das Niedersachsen-Derby, Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig. Treffen diese Vereine aufeinander, dann brennt es auf und neben dem Platz. Wir werfen einen Blick auf die bewegte Geschichte dieses großen Fußballderbys. ©

Braunschweig prüft rechtliche Konsequenzen

Die Fanszene habe sich durch einen Schlüssel eines Mitarbeiters des AWO-Fanprojekts Zugang zum Stadion verschafft. "Wir sind sehr froh, dank aufwendiger Recherchen unserer Mitarbeiter und der Unterstützung des Stadionbetreibers, der Stadthallen GmbH, und des AWO-Kreisverbandes diesen Sachverhalt aufklären zu können. Nachdem diese Faktenlage nun feststeht, werden wir weitere, sich daraus ergebende mögliche (rechtliche) Konsequenzen gegen die Beteiligten der Aktion intensiv prüfen", erklärt Benz.



Ferner betont Benz, dass "es sich beim AWO-Fanprojekt um eine vom Verein unabhängige externe Institution handelt, die nicht mit unserer eigenen Fanbetreuung verwechselt werden darf". Der schuldige Mitarbeiter wurde bereits vom AWO-Kreisverband Braunschweig, dem Träger des Fanprojekts freigestellt.

96 zeigt sich unbeeindruckt

"Es ist nachgewiesen, dass das Fehlverhalten eines unserer Mitarbeiter aus dem AWO-Fanprojekt ursächlich dazu geführt hat, dass den Ultras der Zugang zum Stadiongelände ermöglich wurde. Wir als Arbeitgeber haben die betreffende Person mit sofortiger Wirkung von ihrer Tätigkeit freigestellt. Wir haben uns nach Kräften bemüht, Eintracht Braunschweig bei der Aufklärung des Sachverhaltes zu unterstützen", sagt Gunter Kröger, Geschäftsführer des AWO-Kreisverbandes Braunschweig.

Hannover 96 hat sich von den Vorkommnissen im Vorfeld jedenfalls unbeeindruckt gezeigt und das Derby nach einem zwischenzeitlichen 0:1-Rückstand noch mit 2:1 gewonnen.