11. Juni 2020 / 16:52 Uhr

Hannover 96 verzichtet auf Rückkaufoption für Elias Huth

Hannover 96 verzichtet auf Rückkaufoption für Elias Huth

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Stürmer mit Köpfchen: Elias Huth rettet gerade den FSV Zwickau vor dem Abstieg, hier jubelt er nach seinem Tor zum 2:2 gegen Rostock.
Stürmer mit Köpfchen: Elias Huth rettet gerade den FSV Zwickau vor dem Abstieg, hier jubelt er nach seinem Tor zum 2:2 gegen Rostock. © Poolfoto/ PICTURE POINT/ Sven Sonntag
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Für den FSV Zwickau ist der Stürmer Elias Huth aktuell die Lebensversicherung in der 3. Liga. Hannover 96 hätte sein früheres Talent mit einer Rückkaufoption holen können, aber der Zweitligist verzichtet.

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Hannover 96 und seine Talente – nicht selten eine schwierige Geschichte. Am 21. Mai 2016 ging in Berlin eine kleiner Stern auf. Stürmer Elias Huth schoss die U 19 von 96-Trainer Daniel Stendel zum DFB-Pokalsieg gegen Hertha BSC. Beim 4:2 traf Huth einmal, bereitete ein Tor vor und landete nach einem Zweikampf mit einem lebensgefährlichen Lungenanriss im Krankenhaus.

"Huth, Huth, Huth"

Stendel belohnte Huth mit einem Profieinsatz über eine Minute gegen Heidenheim (3:2). Huth kam für Martin Harnik. „Huth, Huth, Huth“ – die Fans riefen seinen Namen wie früher bei dem Namensvetter Robert. Aber Huth traf für 96 nur noch in der Regionalliga (11-mal).

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Der Hesse Huth war in Hannover integriert, arbeitete sogar an der Geschäftsstelle und machte sich Hoffnungen auf eine Profikarriere. Er galt als charakterlich einwandfrei, torgefährlich und angriffslustig in Zweikämpfen. Ein Mentalitätsspieler der Sorte, die der aktuelle Trainer Kenan Kocak gern sieht.

96 ließ Huth nach Lautern ziehen, vereinbarte aber eine Rückkaufoption, sollte der junge Stürmer durchstarten: über eine Million Euro in der Bundesliga, eine halbe Million Euro in der 2. Liga.

Keine Signale

Nun trifft Huth als Leihstürmer aus Kaiserslautern für Zwickau und scheint den Drittligisten vor dem Abstieg zu retten. Zehn Tore erzielte er bereits. Allerdings: Der Termin für die 96-Option verstrich. Bis zum 30. April hätte sich 96 bei Kaiserslautern (Vertrag bis 2021) melden müssen. Aber weder Huth noch Lautern bekamen ein Signal aus Hannover. Huth ist jetzt 23 Jahre alt – ein Angreifer mit Perspektive, nur nicht in Hannover.