30. Oktober 2021 / 15:25 Uhr

Stark begonnen, stark nachgelassen: Hannover 96 verpasst Sieg gegen Aue

Stark begonnen, stark nachgelassen: Hannover 96 verpasst Sieg gegen Aue

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
 Hannovers Maximilian Beier (r) und Aues Dirk Carlson kämpfen um den Ball. 
 Hannovers Maximilian Beier (r) und Aues Dirk Carlson kämpfen um den Ball.  © dpa
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Das war zu wenig: Nach vielversprechendem Start kam Hannover 96 gegen den Tabellenvorletzten Erzgebirge Aue nicht über ein 1:1-Remis hinaus. In einer enttäuschenden zweiten Hälfte drohte am Ende sogar eine Niederlage.

Es bleibt ein stetes Auf und Ab bei Hannover 96. Drei Tage nach dem überzeugenden 3:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf kamen die Roten nicht über ein 1:1 (1:0) gegen Kellerkind Erzgebirge Aue hinaus - und mussten sich am Ende mit dem Punktgewinn sogar glücklich schätzen.

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96 wollte den Pokal-Schwung mitnehmen, was zunächst eindrucksvoll gelang. Schon nach drei Minuten gingen die Roten in Führung. Nach einem missglückten Klärungsversuch von Aues Anthony Barylla landete der Ball bei Sebastian Kerk, der sich ein Herz fasste und den Ball per Volleyabnahme technisch sehenswert mit links in den Winkel zirkelte. Es war Kerks dritter Treffer im dritten Spiel in Folge. Der 96-Topscorer legte Gael Ondoua beinahe das 2:0 auf, der scheiterte nach Freistoßflanke aber freistehend an Martin Männel (12.).

Bilder vom Zweitligaspiel von Hannover 96 gegen Erzgebirge Aue

Frühe 96-Führung: Sebastian Kerk, Linton Maina und Maximilian Beier (v.li.n.re.) feiern Kerks Treffer zum 1:0. Zur Galerie
Frühe 96-Führung: Sebastian Kerk, Linton Maina und Maximilian Beier (v.li.n.re.) feiern Kerks Treffer zum 1:0. ©

Beier vergibt drei Topchancen

Wie gegen Düsseldorf harmonierte die Doppelspitze mit Kerk und Maximilian Beier im ersten Durchgang sehr gut, 96 war permanent gefährlich. Beier hatte dreimal das 2:0 auf dem Fuß. Einmal legte er zu uneigennützig quer und blieb an einem Abwehrbein hängen (17.), einmal zielte er aus kurzer Distanz drüber (25.) und einmal rauschte er an einer Flanke von Niklas Hult haarscharf vorbei (37.).

Es war ein munteres Spiel, an dem sich auch der Tabellenvorletzte mutig beteiligte. Nicolas Kühn gab einen ersten Warnschuss ab (18.), Dimitrij Nazarov zwang 96-Schlussmann Martin Hansen zu einer ersten Parade (21.) und schoss kurz darauf knapp über das Tor (22.).

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Börner verletzt raus - Nazarovs Wirkungstreffer

Bitter für 96: Julian Börner musste schon nach 19 Minuten mit einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden, für den erfahrenen Abwehrmann kam Luka Krajnc. Noch bitterer für 96: Mit dem Pausenpfiff glich Aue aus dem Nichts aus. Nachdem Ondoua kurz zuvor die Riesenchance auf das 2:0 liegen gelassen hatte (40.), bestrafte Nazarov, Aues gefährlichster Mann, die 96-Nachlässigkeit. Der 31-jährige Aserbaidschaner profitierte von der Unordnung in der 96-Abwehr und ließ Martin Hansen aus spitzem Winkel keine Chance (45.+1).

Der Wirkungstreffer saß. Nach der Pause war von der hannoverschen Spielfreude nichts mehr zu sehen. Aue machte den wacheren Eindruck, ohne zunächst klare Chancen herauszuspielen. Jan Zimmermann reagierte und wechselte zweimal doppelt, brachte zunächst Hendrik Weydandt und Sebastian Ernst für Linton Maina und Dominik Kaiser (55.) und dann Tom Trybull und Florent Muslija für Gael Ondoua und Sebastian Stolze (71.). Weydandt (57.) und Trybull (76.) hatten die besten 96-Chancen des zweiten Durchangs (57.).

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Aue spielt auf Sieg

Doch dann kam die Auer Schlussoffensive, die 96 völlig überrumpelte. Der eingewechselte Nikola Trujic (78., 82.) sowie Kühn (80., 83.) kamen zu aussichtsreichen Chancen. 96 lief nur noch hinterher - und hatte Glück, dass Strauß das halbleere Tor aus fünf Metern verfehlte (85.). Es blieb beim Remis. Für 96 viel zu wenig, für Aue wäre am Ende sogar mehr drin gewesen. Der Blick auf die Tabelle bleibt für beide Teams wenig erfreulich. Die Veilchen (8 Punkte) hängen auf Platz 17 fest, die Roten (12 Punkte) haben nur noch zwei Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang.

tk

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