30. Oktober 2021 / 09:32 Uhr

Ein Trio soll für 96 gegen Aue vorne wirbeln - startet auch Ernst wieder?

Ein Trio soll für 96 gegen Aue vorne wirbeln - startet auch Ernst wieder?

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Sebastian Kerk wird von Linton Maina, Maximilian Beier und Co. gefeiert - die drei sollen auch gegen Aue für Torgefahr sorgen. Sebastian Ernst (eingeklinkt) ist auch wieder bereit für die Startelf.
Sebastian Kerk wird von Linton Maina, Maximilian Beier und Co. gefeiert - die drei sollen auch gegen Aue für Torgefahr sorgen. Sebastian Ernst (eingeklinkt) ist auch wieder bereit für die Startelf. © dpa / imago images
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Die Doppelspitze Sebastian Kerk und Maximilian Beier entpuppte sich für Hannover 96 gegen Fortuna Düsseldorf als voller Erfolg. Gut möglich, dass das Duo auch im wichtigen Heimspiel gegen Erzgebirge Aue (13.30 Uhr) beginnt. Der Druck ist enorm für die Roten.

Putzige Szenen spielten sich nach dem 3:0 im DFB-Pokal ge­gen Düsseldorf ab. Kapitän Marcel Franke nahm Hendrik Weydandt huckepack, Torschütze Maximilian Beier tanzte mit Torwart Martin Hansen. Auch die Ersatzspieler klatschten und sangen vor der Fankurve mit: „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin.“ Der Sound der Euphorie kann trügerisch sein. Nicht Berlin, sondern Erzgebirge Aue ist am Samstag die zähe Zweitligarealität in der HDI-Arena (Anstoß 13.30 Uhr).

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Hannover 96 startete gegen Düsseldorf durch. Mit Tempo und Zielstrebigkeit der Doppelspitze Maximilian Beier und Sebastian Kerk. Lukas Hinterseer hatte sich kurzfristig am Rücken verletzt. Dieser Ausfall wurde zum Gewinn: Er machte die Bahn frei für Beier und für Kerk.

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Kerk/Beier oder Weydandt ganz vorne

Auch am Samstag steht vor Hinterseer „ein großes Fragezeichen“, sagte Trainer Jan Zimmermann: „Wenn, dann kommt er von der Bank.“ Das Duo Beier/Kerk beginnt. „Es ist wahrscheinlich, dass wir so starten wie gegen Düsseldorf, aber es macht Sinn, auch über Henne nachzudenken“, meint Zimmermann. Weydandt hatte als Joker zwei Treffer mit Hartnäckigkeit im Zweikampf eingeleitet. Kampf ist ohnehin Trumpf heute gegen Aue.


Es ist kein Grund er­sicht­lich, abzuheben nach dem einen Spiel gegen Düsseldorf. Einer guten ersten Hälfte mit einem herrlich herausgespielten Tor stand eine passivere zweite mit ei­nem effektiven Beier in der Nachspielzeit gegenüber. „Zwischen der 60. und 70. Minute wurde unsere In­ten­si­tät geringer und der Druck des Gegners größer“, erkannte Zimmermann.

96 braucht dringend Punkte

Einen längeren Durchhänger kann sich die Mannschaft kaum erlauben. 96 braucht eine Punktelandung in der Liga. Der Druck in der Kabine steigt, die Notsignale leuchten auf Rot. Zwei Zähler trennen 96 nur vom Relegationsplatz (Sandhausen). Aue liegt nur vier Punkte zurück auf Platz 17. Drei Heimniederlagen in fünf Spielen sind einfach auch zu viel, um ruhiger durch die Saison zu segeln. Der Sieg im DFB-Pokal täuscht ein wenig darüber hinweg – und macht gleichzeitig Hoffnung, dass 96 zu einer Spielweise findet, die er­folg­sver­spre­chen­der ist als zuvor.

"Er braucht jetzt einen Knotenlöser"

Beier und Kerk, dazu der immer noch seltsam gehemmt wirkende Linton Maina – so stürmisch soll es gegen Aue wieder losgehen. Maina „war nicht hundertprozentig mit sich zufrieden und ich auch nicht“, sagt Zimmermann. Vor der Po­kal­par­tie sollte er draußen bleiben. Der 96-Trainer hatte ihn im Pokal schonen und gegen Aue von Beginn an bringen wollen. Dann kam der Hinterseer-Ausfall dazwischen, Maina spielte nicht gut, aber er spielte.„Bei Maina stimmt das Drumherum, die Bereitschaft ist gut, aber er braucht jetzt eine Aktion als Knotenlöser“, sagt Manager Marcus Mann.

Maximilian Beier und Linton Maina mittendrin: Das sind die 25 jüngsten Torschützen in der Geschichte von Hannover 96

Platz 25: <b>Christof Babatz (19 Jahre, 7 Monate, 3 Tage)</b> ist ebenfalls unter den jüngsten Torschützen von Hannover 96 vertreten. Bum Bum - wie er aufgrund seines gefürchteten Schusses genannt wurde - traf am 6. April 1994 in der 2. Bundesliga für die Roten gegen den Wuppertaler SV.  Zur Galerie
Platz 25: Christof Babatz (19 Jahre, 7 Monate, 3 Tage) ist ebenfalls unter den jüngsten Torschützen von Hannover 96 vertreten. "Bum Bum" - wie er aufgrund seines gefürchteten Schusses genannt wurde - traf am 6. April 1994 in der 2. Bundesliga für die Roten gegen den Wuppertaler SV.  ©

Ernst drängt in die Startelf

Maina und Beier sollen Wind machen und Kerks Schüsse ge­fähr­lich Richtung Tor fliegen. Als einzige Änderung im Vergleich zum Düsseldorf-Spiel bietet sich der gesundete Sebastian Ernst an. „Er hatte keinen Substanzverlust“, sagt Mann. Mit ihm kann das zen­tra­le Mittelfeld mehr Power in Ballbesitz gewinnen. Der Zweitrundensieg gegen Düsseldorf eignet sich dazu, 96 in einen Flow zu schieben. Die An­sa­ge von Chefpilot Zimmermann ist deutlich zu verstehen: „Jedes Spiel, in dem wir in Führung gegangen sind, haben wir ge­won­nen.“