25. November 2021 / 09:49 Uhr

Trennung statt "Freiburger Modell": Ex-Coach Breitenreiter über das Aus bei 96

Trennung statt "Freiburger Modell": Ex-Coach Breitenreiter über das Aus bei 96

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Für André Breitenreiter läuft es in der Schweiz rund.
Für André Breitenreiter läuft es in der Schweiz rund. © IMAGO/Geisser
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Mit dem FC Zürich ist André Breitenreiter in der Schweiz sehr erfolgreich unterwegs. In einem Interview hat er jetzt auch über das Aus bei 96 gesprochen. Boss Kind habe ihm "zweimal zugesichert, dass er mit mir auch in die 2. Liga gehen würde und das Freiburger Modell mit Christian Streich das Vorbild sei".

Man kann es nicht anders sagen: Läuft bei Breite! Anfang Juni hat André Breitenreiter einen Zwei-Jahres-Vertrag beim FC Zürich unterschrieben - und vier Spieltage vor der Winterpause führt der frühere 96-Coach mit seiner Mannschaft das Klassement in der Super League an (gleichwohl der FC Basel noch eine, die Young Boys Bern sogar zwei Partien in der Hinterhand haben). Zuletzt gab's ein 1:0 in Sion.

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Ehe er in der Schweiz anheuerte, stand der 48-Jährige allerdings eine ganze Zeit lang ohne Trainerjob da. Ziemlich genau zweieinhalb Jahre, nachdem er am 27. Januar 2019 nach einer 1:5-Niederlage gegen Dortmund bei den Roten entlassen worden war. In einem Interview mit der Sport Bild erklärte er jetzt, wieso das seiner Meinung nach der Fall gewesen sei...

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"Wenn einige meinen Namen hören, dann sagen sie: Der André Breitenreiter war doch Trainer auf Schalke. Aber sie wissen dann nicht, dass wir Fünfter wurden, den besten Saisonstart seit 45 Jahren hinlegten, dass Schalke zirka 90 Millionen Euro Transfereinnahmen hatte, dass Spieler wie Leroy Sané, Max Meyer, Alessandro Schöpf oder Roman Neustädter für ihre Länder Nationalspieler wurden. Das sind Fakten", sagt Breitenreiter.

In Erinnerung bleibe jedoch, dass er nach nur zwölf Monaten für Markus Weinzierl Platz machen musste. Seither habe er "vielleicht ein schlechtes Image in Deutschland", mutmaßt der 48-Jährige. Er ist sich sicher, dass weder auf Schalke selbst, in Paderborn oder in Hannover schlecht über ihn gesprochen werde. "In Hannover vielleicht mit Ausnahme des Präsidenten."

Aus dem Freiburger Modell wurde nichts

Warum Martin Kind womöglich nicht so gut über ihn spreche? "Weil er im Nachhinein festgestellt hat, dass es wohl doch ein großer Fehler war, mich zu entlassen. Dabei hatte er mir zweimal zugesichert, dass er mit mir auch in die 2. Liga gehen würde und das Freiburger Modell mit Christian Streich das Vorbild sei", erläutert Breitenreiter.

Es sei im Übrigen schon sein Ziel, wieder in die Bundesliga zurückzukehren. "Aber momentan fühle ich mich beim FC Zürich sehr wohl und möchte die Entwicklung weiter vorantreiben." Dass man den Topklubs aus Basel und Bern mit ihrem deutlich besseren finanziellen Hintergrund Paroli biete, "macht mich stolz", sagt Breitenreiter.