15. Juli 2021 / 09:43 Uhr

Rückkehr der Fans: 96 wartet weiter auf konkrete Vorgaben vom Gesundheitsamt

Rückkehr der Fans: 96 wartet weiter auf konkrete Vorgaben vom Gesundheitsamt

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Noch ist unklar, wie viele und unter welchen Voraussetzungen 96-Fans gegen Rostock wieder in die HDI-Arena kommen dürfen.
Noch ist unklar, wie viele und unter welchen Voraussetzungen 96-Fans gegen Rostock wieder in die HDI-Arena kommen dürfen. © Florian Petrow
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Ab dem 3. Spieltag sollen auch wieder Gästefans in die Stadien dürfen, das ist bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung der DFL beschlossen worden. Derweil wartet 96 weiter auf die konkreten Vorgaben des Gesundheitsamtes, um den Ticketverkauf fürs erste Heimspiel starten zu können.

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Wenn sich wie die Vertreter der 36 Klubs aus 1. und 2. Bundesliga in Frankfurt zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung treffen, wird im Vorfeld viel erwartet in diesen gesundheitlich und finanziell komplizierten Zeiten. Die einen rechnen mit hitzigen Abstimmungen über die umstrittene 50+1-Regel zum Einstieg von Investoren, was ganz besonders Martin Kind und die 96-Profirma interessiert hätte. Die anderen hofften auf exakte Pläne zur Rückkehr der Fans in die Stadien zur neuen Saison – die 2. Liga startet ja schon am Freitag, den 23. Juli, die 1. Liga drei Wochen später.

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Herausgekommen ist dabei aber deutlich weniger als erwartet, weil erstens gar keine Kampfabstimmung auf der Tagesordnung stand, zweitens beim Thema Corona/Fans weiterhin Politik und Ämter kurzfristig die entscheidenden Vorgaben machen.

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Zu 50+1 gab es immerhin weitere Gespräche, am Ende stand eine Erklärung – das DFL-Präsidium wird eine schriftliche Stellungnahme an das Bundeskartellamt „zur vorläufigen rechtlichen Einschätzung der Regel“ schicken. Ziel sei es, kartellrechtskonforme Lösungsansätze zu entwickeln, die im Interesse aller 36 Klubs sind.

Rückkehr der Gästefans ab dem 3. Spieltag

Die Behörde hatte zwar festgestellt, dass die 50+1-Regel im Grundsatz mit dem Kartellrecht vereinbar sei, gleichzeitig aber die derzeit geltenden Ausnahmegenehmigungen für die konzern- oder investorengeführten Bundesligisten Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und 1899 Hoffenheim kritisiert.

Die DFL-Klubs müssen entscheiden, ob dies eher die 50+1-Regel in Frage stellt oder ob die Klubform der drei Vereine überdacht werden muss. Das Trio ist momentan nicht an die Vorgabe gebunden, wonach der Stammverein nach der Ausgliederung seiner Profi-Abteilung in eine Kapitalgesellschaft weiter die Mehrheit der Stimmenanteile besitzen muss.

Einen kleinen Beschluss gab es immerhin beim Thema Stadionbesuch – ab dem 3. Spieltag sollen auch Gästefans zurück in die Stadien dürfen. Solange die Zuschauerkapazitäten noch gesetzlichen Beschränkungen unterliegen, sollen 5 Prozent der Tickets pro Spiel Auswärtsfans vorbehalten werden.

Der Spielplan von Hannover 96 in der Saison 2021/22 in der 2. Bundesliga

Der Spielplan von Hannover 96 in der Zweitliga-Saison 2021/22 in der Galerie - vom 1. bis zum 34. Spieltag. Zur Galerie
Der Spielplan von Hannover 96 in der Zweitliga-Saison 2021/22 in der Galerie - vom 1. bis zum 34. Spieltag. ©

Bei einem kompletten Wegfall der Beschränkungen wird automatisch zum eigentlich vorgesehenen Kontingent von 10 Prozent zurückgekehrt, teilte die DFL mit. Die Politik hatte unlängst grünes Licht für die Stadionrückkehr gegeben. Vorerst darf es eine Auslastung von 50 Prozent geben, wobei die Höchstzahl auf 25 000 begrenzt ist. In Bayern dürfen maximal 20 000 Fans die Spiele verfolgen.

Hannover 96 plant entsprechend offensiv fürs erste Heimspiel gegen Rostock am 31. Juli mit der Maxi-Zahl von 24 500 Fans, wartet aber weiter auf die konkreten Vorgaben des Gesundheitsamtes – gibt es etwa am Montag die Erlaubnis, könnten Fans ab Mittwoch online Tickets kaufen, allerdings noch keine Dauerkarten. Nach den neuesten Corona-Regeln in Niedersachsen müssten Zuschauer aber komplett geimpft, genesen, oder überprüfbar getestet sein.