11. September 2021 / 15:30 Uhr

Deutliche Leistungssteigerung: 96 fährt verdienten Heimsieg gegen St. Pauli ein

Deutliche Leistungssteigerung: 96 fährt verdienten Heimsieg gegen St. Pauli ein

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hannovers Niklas Hult (M) schießt auf das Tor von St. Paulis Torwart Nikola Vasilj. 
Hannovers Niklas Hult (M) schießt auf das Tor von St. Paulis Torwart Nikola Vasilj.  © dpa
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Na also, es geht doch! Hannover 96 hat am Samstag gegen den FC St. Pauli eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der Pleite in Darmstadt gezeigt und letztendlich verdient mit 1:0 gewonnen. Das Tor des Tages erzielte Sebastian Kerk in der 39. Minute. 

16100 Fans, wieder Lärm in der HDI-Arena und einen Grund zum Feiern gab‘s auch. Hannover 96 holte den zweiten Saisonsieg gegen den FC St. Pauli mit neuen Gesichtern und einem gelungenen Restart nach dem verkorksten Saisonauftakt. 1:0 gegen das stark eingesungene St. Pauli, „96 olé“ von den Rängen und damit ein Gefühl, als würde für Hannover die Saison erst jetzt losgehen.   

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Die Fans beklatschten die Zweikämpfe um jeden Meter Rasen, diesen Einsatz hatte Hnanover lange nicht gezeigt wie gegen St. Pauli am Samstag.

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Hannovers Trainer Jan Zimmermann ist vor dem Spiel im Stadion.  Zur Galerie
Hannovers Trainer Jan Zimmermann ist vor dem Spiel im Stadion.  ©

96 dynamischer und gefährlicher als St. Pauli

Den ersten Schock nach drei Minuten musste die Mannschaft aber wegstecken. Mike Frantz, gerade mal wieder in der Startelf, muss am Oberschenkel verletzt, raus. Trost kam von der Bank, vom Trainer. Aber 96 geriet ins vier Minuten in Unterzahl ins Wackeln. 

Mit Sebastian Kerk war 96 wieder komplett und vergab zwei Chancen durch Startelf-Debütant Maximilian Beier (10. Minute) nach einem gut gesetzten Kopfball und Kerk (Linksschuss, 22.). Linton Maina brachte ein schönes Solo nicht zum Abschluss. 96 wirkte dynamischer, gefährlicher, betrieb lediglich Wucher mit den Chancen. 

Kerk trifft zur Führung

Der neue Stürmer Lukas Hinterseer wich vorwiegend auf den rechten Flügel aus. Ein weiterer Neuer, Gael Ondua, machte das Mittelfeld als Sechser dicht. Ondoua (zuletzt in Genf) war ein Gewinn für die Startelf. Übrigens keine einfache Aufgabe gegen die eingeübte Mittelfeldraute von St. Pauli. 

Hinterseer leitete das 1:0 mit einem öffnenden Pass auf Niklas Hult ein, Hult flankte, Hinterseer scheiterte im ersten Versuch, Kerk drückte den Abstauber ins Tor (39.). 96 hatte sich St. Pauli nach druckvoller Anfangsphase danach geduldig zurechtgelegt. Die Führung zur Pause – verdient. Sie hätte höher ausfallen müssen, weil Hult zu lange brauchte, um abzuschließen. Eine 100-prozentige Torchance kurz vor der Pause (42.).


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96 bringt 1:0 über die Zeit

96 stürmte nach kurzer Erholungsphase weiter. Beier machte Druck, dann schoss wieder Kerk, Beier rutschte knapp vorbei (70.), Sebastian Ernst legte den Ball aufs Netz statt hinein (72.). Bei Mainas starker Solo-Dreh-Aktion hatte nur noch St.-Pauli-Torwart Nikola Vasilj seine Finger dazwischen. Der zweite Treffer wollte nicht gelingen. Dafür hielt 96 das 1:0 und schaffte damit den Sprung aus dem Tabellenkeller.