12. April 2021 / 07:40 Uhr

96-Duo mit Startelf-Hoffnungen für Rest der Saison: Muslija und Elez nutzen ihre Chance 

96-Duo mit Startelf-Hoffnungen für Rest der Saison: Muslija und Elez nutzen ihre Chance 

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Florent Muslija (links) und Josip Elez (rechts) haben ihre Chance gegen Heidenheim genutzt.
Florent Muslija (links) und Josip Elez (rechts) haben ihre Chance gegen Heidenheim genutzt. © imago images/Eibner
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Gegen Heidenheim standen Florent Muslija und Josip Elez wieder in der Startelf von Hannover 96. Beide nutzten ihre Chancen trotz ihrer Auswechslungen. Sie könnten im Saisonendspurt profitieren.

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Florent Muslija ist einer der 96-Spieler, die für Kenan Kocaks Rein-raus-Taktik stehen. Gegen den HSV am Sonntag vor einer Wo­che in der Startelf, gegen Würzburg am Donnerstag auf der Bank – und am Sonntag wieder in der Anfangself. Die Aufstellung gegen Heidenheim hat sich mal wieder gelohnt. Nicht alles gelang ihm, aber Muslija war offensiv umtriebig, spielfreudig – und er traf. Sein Ausgleichstreffer zum 1:1 (51.) brachte 96 zurück ins Spiel. Es war sein viertes Saisontor – allerdings immer noch zu wenig bei dem Talent, das dem 22-Jährigen immer wieder attestiert wird.

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Er lebt auch schon länger mit dem Vorwurf, seinen Sport nicht ernsthaft genug zu betreiben. Die Ernsthaftigkeit, um sich durchzusetzen, fehle ihm. Nach sporadischen Erfolgen fiel er immer wieder zurück, so sah es nicht nur Kocak.

Die Roten in Noten: So waren die 96-Profis im Heimspiel gegen Heidenheim in Form

Michael Esser – Note 5:  Erste Unsicherheit im Strafraum, da passiert nichts. Dann klopft Busch an aus 30 Metern, denn kann er an guten Tagen halten. Aber bei 96 hatte keiner einen guten Tag. Beim 1:3 nicht ganz schuldlos.   
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Michael Esser – Note 5: Erste Unsicherheit im Strafraum, da passiert nichts. Dann klopft Busch an aus 30 Metern, denn kann er an guten Tagen halten. Aber bei 96 hatte keiner einen guten Tag. Beim 1:3 nicht ganz schuldlos.   ©

Unverständliche Auswechslung von Muslija

Am Sonntag zumindest war Muslija wichtig für seine Mannschaft – wie auch Josip Elez. Schon beim 5:2 in Nürnberg hatte der Innenverteidiger eine gute Leistung im defensiven Mittelfeld abgeliefert. Auch gegen Heidenheim spielte Elez neben Jaka Bi­jol auf der Position. Dominik Kaiser, dem Kocak (zu) lange vertraut hatte, blieb diesmal nur die Bank. Die Formkrise des Kapitäns zieht sich schon über mehrere Monate.



Elez agierte cleverer als der Slowene Bijol, er deckte defensiv die starke linke Seite der Heidenheimer ab. Und mit seiner Ruhe am Ball war er vor allem nach der Halbzeit ein sicherer Passgeber im Aufbau. Umso unverständlicher, dass Kocak Elez in einer starken Phase zu­guns­ten von Mike Frantz auswechselte.

Der Tausch ging nach hinten los. Unverständlich auch die Auswechslung von Muslija, dessen Platz Patrick Twumasi einnahm, der außer einem ordentlichen, aber gut haltbaren Schuss aus 17 Metern nichts bewegte. Was andererseits aber auch wieder mehr war, als Hendrik Wey­dandt zeigte.

Mit Muslija und Elez hat der 96-Trainer jedenfalls neue Optionen für den Rest der Saison. Nach dem guten Spiel von Elez in Nürnberg war der Kroate wieder aus dem Team geflogen, weil Kocak auf Bijol und Kaiser setzte. Womöglich ändert sich das für den Rest der Saison.

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Gudra für Ducksch

Kocak war gegen Heidenheim emotional wie selten an der Seitenlinie. Ihm war die Bedeutung des Ergebnisses bewusst. Er nutzte das Fünfer-Wechselkontingent komplett aus. Als Letzten traf es dabei Marvin Ducksch. Für den Kapitän brachte der Coach Mick Gudra (84.). Der bessere Kopfballspieler Moussa Doumbouya blieb jedoch auf der Bank. Er hätte mit den hoch vors Tor geschlagenen Bällen vermutlich mehr anfangen können als Gudra.

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