06. Oktober 2021 / 18:27 Uhr

96 bittet den DFB: Beier soll bei U20-Nationalmannschaft geschont werden

96 bittet den DFB: Beier soll bei U20-Nationalmannschaft geschont werden

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ein gutes Beispiel: Maximilian Beier (rechts, mit 96-Trainer Jan Zimmermann).
Ein gutes Beispiel: Maximilian Beier (rechts, mit 96-Trainer Jan Zimmermann). © IMAGO/Hübner
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Maximilian Beier könnte am Donnerstag seinen Einstand in Deutschlands U20 geben. 96 hat den DFB aber schon gebeten, den 18-jährigen Flügelstürmer beim zweiten Spiel der Nachwuchsauswahl am Montag zu schonen - mit Blick auf die Partie gegen Schalke.

Könnte sein, dass Maximilian Beier am Donnerstag seinen Einstand in der U20-Nationalmannschaft feiert. Das Team von Trainer Christian Wörns spielt in Polen (18 Uhr) – und der 96-Profi hat gute Einsatzchancen. Beier hätte auch schon im September seine U20-Premiere haben können, sagte Wörns aber ab. „Maxi war da erst wenige Tage bei uns“, erklärt 96-Sportchef Marcus Mann. „Er hat von sich aus gesagt, dass er so schnell wie möglich bei uns ankommen will, um sich in die Mannschaft zu spielen. Das haben wir begrüßt, und das hat sich für ihn auch ausgezahlt.“

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Statt für die deutsche U20 spielte Beier für 96 beim Test in Wolfsburg (3:3). „Er hat ordentlich gespielt und stand danach gegen St. Pauli in der Startelf“, weiß Mann. „Seitdem hat er alle Spiele von Anfang an gemacht.“ Der Nationalmannschaftsverzicht wurde mit dem 96-Stammplatz belohnt. Für Mann war „es ein schönes Zeichen, dass er sich mit 96 identifiziert“.

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Nun aber kam die erneute Einladung vom DFB, und dem 96-Sportchef ist klar: „Man kann nicht immer absagen.“ Allerdings hat 96 dennoch einen Vorbehalt angemeldet. Nach dem Spiel in Rzeszow steht am Montag die Partie in Potsdam gegen Rumänien an. Da soll der 18-Jährige ein Schonprogramm beim DFB bekommen. „Wir spielen dann am Freitag gegen Schalke“, rechnet Mann vor. „Maxi hat’s schon kommuniziert, und wir werden auch noch mal Kontakt aufnehmen, ob man seine Spielzeit so steuern kann, dass es möglichst keine 90 Minuten werden.“

96 braucht einen fitten Beier gegen Schalke – auch wenn er noch nicht getroffen hat. Mann kennt den Stürmer aus der gemeinsamen Zeit in Hoffenheim. „Maxi hat in der letzten Saison auch ein bisschen gebraucht, bis der Knoten geplatzt ist. Von seinen neun Toren hat er sieben im neuen Jahr erzielt.“

Kaufoption war keine Option

96 hat den Angreifer vorerst nur für ein Jahr ausgeliehen, eine Kaufoption war nicht herauszuhandeln. „Eine andere Vertragsgestaltung war nicht möglich“, erläutert Mann. Darüber, ob eine Verlängerung der Leihe für ein zweites Jahr doch noch möglich wird, kann Mann „keine vernünftige Aussage treffen“. Gewollt wäre es von 96-Seite. Dass 96 das begehrte Talent überhaupt bekommen hat, liegt am Vertrauen der Hoffenheimer in ihren Ex-U23-Sportchef.

Dass es jetzt gut läuft bei 96 und Beier die erwünschte Spielpraxis erhält, könnte die Option für weitere Spielerwechsel eröffnen. Vorerst kann sich 96 nur über Beier freuen. „Er ist ein gutes Beispiel, dass junge Spieler jeder Mannschaft guttun“, sagt Mann. „Sie bringen Unbekümmertheit rein und Geschwindigkeit mit.“ Aber klar ist auch für den 37-Jährigen: „Man kann nicht mit elf 18-Jährigen spielen.“