27. Oktober 2021 / 08:04 Uhr

Hoffmann, Prib und Klaus: So läuft es für die Ex-96-Profis bei Fortuna Düsseldorf

Hoffmann, Prib und Klaus: So läuft es für die Ex-96-Profis bei Fortuna Düsseldorf

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hier sieht er Rot: Edgar Prib (Mitte) kassierte in der Liga gegen Hamburg (rechts Sonny Kittel) einen Platzverweis.
Hier sieht er Rot: Edgar Prib (Mitte) kassierte in der Liga gegen Hamburg (rechts Sonny Kittel) einen Platzverweis. © IMAGO/MIS
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Am Mittwochabend (20.45 Uhr) bekommt es Hannover 96 im DFB-Pokal mit Fortuna Düsseldorf zu tun. Bei F95 stehen mit André Hoffmann, Edgar Prib und Felix Klaus aktuell drei ehemalige 96-Profis unter Vertrag. Das große Glück hat allerdings noch keiner bei der Fortuna gefunden.

Marcus Mann (37) ist ein junger Sportdirektor und erst seit Sommer bei Hannover 96. Sein Karrierehighlight als Manager feierte er am 3. März 2020 gegen den heutigen 96-Gegner Düsseldorf. Da war Mann in Saarbrücken. Er plaudert immer noch begeistert vom Saarbrücker 8:7-Wunder im Elferschießen. Nicht lange her. Dagegen sind die besten Zeiten in den Karrieren dreier Fortuna-Profis geradezu historisch – bei dem einen mehr, dem anderen weniger. Als Edgar Prib (31), Felix Klaus (29) und Andre Hoffmann (28) bei 96 spielten, genoss Hannover phasenweise erstklassiges Bundesliga-Feeling.

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Die erste Klasse haben Hannovers drei Ex-Männer ebenso verlassen wie das zweitklassige 96. Wobei Verteidiger Hoffmann am ehesten zu den Spielern zählt, die bei der Fortuna ihr Glück fanden. Seit vier Jahren spielt er dort, gehörte in der Bundesliga in Düsseldorf zu den Führungsspielern. Zuletzt erwischte ihn eine Corona-Infektion und er kehrte nach der Quarantäne am vergangenen Freitag ins Training zurück. Am Mittwoch wird Hoffmann auf der Bank sitzen.

Edgar Prib: Bilder seiner Karriere

Edgar Prib im Jahr 2009: Portrait im Dress der SpVgg Greuther Fürth, bei der er seit der Jugend spielte. Zur Galerie
Edgar Prib im Jahr 2009: Portrait im Dress der SpVgg Greuther Fürth, bei der er seit der Jugend spielte. ©

Kritik an Pribs Spielweise

Auch Klaus spielt nicht. Seit dem Wechsel aus Wolfsburg zur Fortuna machte er ein gutes Spiel, sein erstes gegen Aue. Ansonsten reiht er sich in die Schlange jener Spieler ein, die ihr Bundesliga-Format in der 2. Liga nicht nachweisen. Klaus arbeite zu wenig in der Defensive, heißt es in Düsseldorf. Zudem fehlt ihm die Wucht, die Khaled Narey und Kristoffer Peterson über die Außenpositionen so gefährlich machen für jeden Gegner. „Sie kommen eher übers Umschaltspiel und schnelle Außen“, weiß 96-Trainer Jan Zimmermann. Im Zentrum ist Fortuna bieder besetzt. Eigentlich perfekt für den Spieler, der sich am meisten mit Hannover identifizierte: Ex-Kapitän Prib.

Kenan Kocak hatte den Mittelfeldspieler bei 96 nicht mehr gewollt, was der Trainer im Nachhinein als Fehler eingestand. Der Wechsel nach Düsseldorf schien dennoch zu passen. Aber Prib kam dort nicht richtig an. Es gab Kritik an seiner Spielweise. Seine Äußerungen über die Zumutung einer von der DFL verordneten Mannschaftsquarantäne wurde ihm als Arroganz ausgelegt. Dabei ist Prib in Hannover als bodenständiger Teamspieler bekannt. Zuletzt übertrieb er es, als er den Hamburger Tim Leibold im Zweikampf trat und Rot sah.

96 trainiert kein Elfmeterschießen

Im Pokal gilt die Sperre nicht, trotzdem ist Prib Ersatz. Eventuell bekommen die Alt-96er eine Chance auf spätere Einsatzzeiten, vielleicht bis zum Elfmeterschießen. Auf Teil zwei eines Pokalkrimis gegen Düsseldorf würde Manager Mann gewiss verzichten. Zumal: Hat 96 Elfmeterschießen eigentlich geübt? „Nein“, gibt Zimmermann zu.