28. Januar 2020 / 09:01 Uhr

96-Frauen haben ambitionierte Ziele: "Spätestens 2022 wollen wir in der 2. Liga sein"

96-Frauen haben ambitionierte Ziele: "Spätestens 2022 wollen wir in der 2. Liga sein"

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Das 96-Trainergespann bestehend aus Lars Gänsicke und Marcel Gaisenhainer tauscht sich aus.
Das 96-Trainergespann bestehend aus Lars Gänsicke und Marcel Gaisenhainer tauscht sich aus. © Priesemann
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Die Frauen von Hannover 96 trainieren seit acht Tagen wieder unter freiem Himmel und bereiten sich auf die restlichen Spiele der Saison vor. Aktuell steht das Team des Trainerduos Lars Gänsicke und Marcel Geisenhainer auf Platz zwei der Regionalliga Nord. Ein Aufstieg in diesem Jahr ist unrealistisch, aber "spätestens 2022" soll es dann klappen. 

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Alles hat schließlich seine Zeit. Freilich würden sich die Fußball-Frauen von Hannover 96 nicht dagegen wehren, wenn es schon in dieser Saison so weit wäre. Doch dass der SV Henstedt-Ulzburg dem Durchmarsch von der Landesliga in die 2. Liga im Weg stehen könnte, darüber ist das Team des Trainerduos Lars Gänsicke und Marcel Geisenhainer gar nicht so böse.

Bilder vom Spiel der Regionalliga Nord zwischen den Frauen von Hannover 96 und des Hamburger SV (September 2019)

Laura Theobald (links) von Hannover 96 ist auf dem Weg Richtung gegnerisches Tor. Zur Galerie
Laura Theobald (links) von Hannover 96 ist auf dem Weg Richtung gegnerisches Tor. ©

Beantragt 96 die Lizenz für die 2. Liga?

„Wir haben einen Altersschnitt, der zwischen 19 und 20 Jahren liegt“, sagt Geisenhainer und ist sich sicher: „Ein weiteres Jahr in der Regionalliga wird den Mädels in ihrer Entwicklung guttun.“ Und dennoch hat 96 mittelfristig klare Ziele vor Augen – die Nummer eins in der Landeshauptstadt sind sie ja schon. „Spätestens 2022 wollen wir in der 2. Liga sein“, sagt Geisenhainer.

Mit elf Punkten Rückstand auf den ungeschlagenen Spitzenreiter und einem Nachholspiel in der Hinterhand waren die „Roten“ in die Winterpause gegangen. Knapp zwei Monate lang legten Anna-Lena Füllkrug, Lena Rathmann, Aileen Osterwold und Co. die Füße hoch, genossen den Winterschlaf. Verdientermaßen. „Wenn wir die Saison als Zweiter abschließen sollten, haben wir ein hervorragendes Jahr gespielt“, sagt Geisenhainer. Ob 96 die Lizenz für die 2. Liga beantragen werde, sei völlig offen. „Wir werden die ersten Spiele abwarten, und dann stecken wir die Köpfe zusammen.“

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Keine personellen Veränderungen in der Winterpause

Seit Anfang Januar bereiten sich die 96-Spielerinnen selbstständig vor, vor acht Tagen versammelte das Trainerduo sie erstmals wieder unter freiem Himmel. Die lange verletzte Saskia Tietz gab erst in den letzten beiden Spielen des vergangenen Jahres ihr Debüt, beim 2:6 im ersten Testspiel gegen den Zweitliga-Spitzenreiter Werder Bremen wurde sie jüngst noch geschont. Geisenhainer sprach nach der Partie auf dem Kunstrasenplatz in Mellendorf von einer „ansprechenden Leistung. 60, 65 Minuten haben die Mädels das echt richtig gut und taktisch diszipliniert gemacht“.

In personeller Hinsicht hat sich in der Winterpause bei den 96-Frauen nichts getan. Seit einigen Tagen befindet sich eine Spielerin im Probetraining. „Wir haben uns noch nicht entschieden, sie hat auf jeden Fall viel Zweitliga-Erfahrung“, sagt Geisenhainer. Weiter geht’s für die 96-Frauen am Sonntag (13 Uhr) bei Arminia Bielefeld. Ebenfalls ein Zweitligist.