11. April 2021 / 19:45 Uhr

Die Frauen von Hannover 96 haben wieder reelle Chancen auf die 2. Bundesliga

Die Frauen von Hannover 96 haben wieder reelle Chancen auf die 2. Bundesliga

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Zusammen in die 2. Liga? Diese Perspektive hat für die Frauen von Hannover 96 wieder ein Gesicht bekommen.
Zusammen in die 2. Liga? Diese Perspektive hat für die Frauen von Hannover 96 wieder ein Gesicht bekommen. © Florian Petrow
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Die Hoffnung stirbt zuletzt – auch in der Regionalliga Nord der Frauen. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga hat für Spitzenreiter Hannover 96 nach dem jüngsten Treffen mit dem Norddeutschen Fußball-Verband (NFV) wieder ein Gesicht bekommen. Nachdem schon zu befürchten war, dass die Corona-Pandemie auch dem Team von Trainer Sebastian Baar rüde dazwischengrätschen würde.

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Natürlich spielt der Konjunktiv immer noch eine Rolle. Aber, und das hat der NFV den vier aufstiegswilligen Vereinen, die die Lizenz beim Deutsche Fußball-Bund (DFB) beantragt haben, signalisiert: Der Aufstieg ist nicht ad acta gelegt. Absteiger soll es zwar nicht geben, die Saison 2020/ 2021 wird allerdings nicht wie in Niedersachsen annulliert.

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Holstein Kiel, der Hamburger SV, SV Henstedt-Ulzburg und eben 96 sollen den Aufstieg ins Unterhaus auf möglichst sportlichem Wege austragen – je nach Verfügungslage und Pandemiegeschehen. Die beiden Aufstiegsspiele mit dem Meister aus der Regionalliga Nordost hat der DFB bereits terminiert, sie sollen am 20. und 27. Juni über die Bühne gehen. Weswegen der NFV den 13. Juni als Tag X bestimmt hat. Also den Termin, bis zu dem spätestens gespielt sein muss.

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Die Varianten, die sich Sabine Mammitzsch (Vorsitzende des Frauen- und Mädchenausschusses) und Spielleiterin Dagmar Thißen überlegt haben, sind vielfältig. Und gehen von einer einfachen Runde im Modus jeder gegen jeden, bis hin zu einem Turnier am besagten 13. Juni und einem Losverfahren als letzter Instanz.

"Gebe Vollgas bis zum letzten Moment"

„Diese Perspektive fehlte bislang“, sagt Baar, der seit Jahresbeginn Individualtraining im Nachwuchsleistungszentrum koordinieren muss. Von Lagerkoller ist jedoch keine Spur. „Ich bin erstaunt“, sagt der Trainer, „aber die Mädels haben die Lust noch nicht verloren. Ganz im Gegenteil, es kommen immer mehr Anfragen für zusätzliche Einheiten.“ Was auch für den Trainer gilt, wechselt er doch nach der laufenden Saison zu den B-Junioren des JFV Calenberger Land. Baar verspricht: „Ich gebe Vollgas bis zum letzten Moment.“